EMEA-Servermarkt im freien Fall

3. Juni 2009, 09:25
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Mehr als ein Drittel weniger Umsatz.

Mehr als ein Drittel weniger Umsatz.
Der starke Umsatzschwund im Servermarkt hat sich im ersten Quartal dieses Jahres weiter beschleunigt. Im Schlussquartal 2008 ging der Umsatz mit Servern in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) im Vergleich mit dem entsprechenden Quartal des Vorjahrs bereits um rund 20 Prozent zurück. Im ersten Quartal 2009 betrug der Umsatzrückgang im Jahresvergleich nun gemäss den neusten Zahlen des Marktforscher IDC über 34 Prozent.
In absoluten Zahlen bedeuten dies, dass die Serverhersteller im ersten Quartal dieses Jahres in EMEA insgesamt noch 2,93 Milliarden Dollar Umsatz verbuchen konnten, verglichen mit 4,46 Milliarden Anfang 2008.
Keiner der grossen Serverhersteller konnte seine Umsätze auch nur annähernd halten. Mit "nur" minus 31 Prozent verbuchte Sun gemäss IDC noch den prozentual geringsten Umsatzeinbrunch, dahinter folgen IBM und HP (-33 Prozent) sowie Dell (-40 Prozent). Am härtesten traf es Fujitsu Siemens mit 47 Prozent Umsatzschwund. Die kleineren Serverhersteller schnitten für einmal mit durchschnittlich 29 Prozent Umsatzrückgang etwas besser ab als die IT-Riesen. Trotzdem hatte auch Fujitsu Siemens als Nummer Fünf unter den Serverherstellern nach Umsatz gemessen mit 6,8 Prozent noch einen grösseren Marktanteil, als alle kleineren Anbieter zusammen (6,5 Prozent). An der Spitze in dieser Rangliste in EMEA liegt weiterhin HP (36,9 Prozent), vor IBM (28,9 Prozent), Sun (12 Prozent) und Dell (8,9 Prozent).
Marktanteilsrückgang für Z/OS und Legacy-Systeme
Ein interessantes Detail zu Fujitsu Siemens: Das damals noch deutsch-japanische Joint-Venture, das inzwischen zu Fujitsu Technology Solutions geworden ist, machte im ersten Quartal rund 31 Prozent seines Umsatzes mit seinen altehrwürdigen BS2000/OSD-Mainframes, und rund 58 Prozent mit Standard-Servern – der Umsatz mit letzteren sank aber überraschenderweise stärker als der Mainframe-Umsatz bei FSC.
Im Gesamtmarkt sank der Umsatz mit Mainframes allerdings. Server mit den Hauptbetriebssystemen Windows, Unix und Linux konnten alle ihren Marktanteil leicht erhöhen, hauptsächlich auf Kosten der IBM-Mainframes mit Z/OS sowie von Servern mit Legacy-Betriebssystemen. Da sich die Umsatzverluste recht gleichmässig über die verschiedenen Kategorien und Sektoren verteilten, waren alle Verschiebungen allerdings nur gering. Weitere Trends, die IDC feststellte, waren eine leichte Verlagerung der Marktanteile von High-end-Servern zu Mid-range-Servern, sowie eine Zunahme des Marktanteils von Itanium-Servern. (hjm)

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