EMEA-Servermarkt weiter auf Talfahrt

28. August 2013, 14:59
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Nachdem Anfang August bereits IDC für das jüngste Quartal schlechte Zahlen für den Server-Markt feststellen musste, doppelt nun Gartner nach. Die Analysten von Gartner haben in ihren soeben vorgelegten Zahlen herausgefunden, dass im zweiten Quartal 2013 die Region EMEA einen Umsatzrückgang von 4,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar zu verzeichnen hatte.
Weltweit sieht es allerdings weniger schlimm aus, weil insgesamt die Verkaufszahlen um 4 Prozent gestiegen sind und der Umsatz "nur" um 3,8 Prozent zurückgegangen ist. International sei der "einzige wirkliche Lichtblick" wieder einmal in der Region Asien/Pazifik zu vermerken, schreibt Gartner. Bei Umsatz und Stückzahlen wurde dort ein Wachstum von 10 Prozent erreicht, gegenüber dem Vorjahresquartal sogar von 21,7 Prozent. Sonst bildet nur noch Kanada eine Ausnahmeregion, wo der Umsatz um 6,3 Prozent und die Stückzahlen um 2,7 Prozent zulegten. Lateinamerika und die USA legen zwar ebenfalls noch bei den Stückzahlen leicht zu, haben aber auch negative Umsätze zu verbuchen.
EMEA-Markt bröckelt weiter
Für den hiesigen Kontinent warnt Gartner vor einer länger anhaltenden Schwächephase im Server-Markt. Erneut sanken die Zahlen der ausgelieferten Geräte um 5,9 Prozent, wobei die Umsätze um 4,6 Prozent gefallen sind. Alle drei EMEA-Regionen, West- und Osteuropa, Naher Osten und Afrika, haben einen Rückgang erlebt. Westeuropa schrumpfte 1,6 Prozent und Osteuropa sogar um 17,9 Prozent (MEA minus 9 Prozent). Damit hat Gartner im siebten Quartal in Folge rückläufige Stückzahlen und seit acht Quartalen Umsatzrückgänge für EMEA ausgewiesen.
Konkret sind von den X86-Servern allerdings 4,5 Prozent mehr Einheiten verkauft worden und die Umsätze stiegen hier sogar um 2,1 Prozent. Unix-Rechner werden hingegen immer weniger nachgefragt und mussten gegenüber dem Vorjahresquartal Rückgänge von 27,4 Prozent (Stückzahlen) respektive 25,3 Prozent (Umsatz) verbuchen. Gut gehalten haben sich hingegen Mainframes, mit denen 6,9 Prozent mehr Umsatz erzielt werden konnte, wie Gartner festhält.
Die Liste der erfolgreichsten Hersteller zeigt weiterhin Hewlett-Packard in Führung, wenn es um die weltweit verkauften Geräte geht. Allerdings hatte HP erhebliche Einbussen zu verkraften, was sich auch in starken Umsatzrückgängen zeigt, so dass international hier nun IBM den Spitzenrang übernommen hat. In der EMEA-Region bleibt HP allerdings auf beiden Podesten, hier waren die Einbussen weniger stark. Die vordersten Ränge in Sachen Umsatz verteilen sich in EMEA weiter auf HP vor IBM, Dell, Oracle und Fujitsu. Allein Dell hat im zweiten Quartal 2013 Umsatzzuwächse (7,4 Prozent) ausgewiesen. (vri)

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