"Empfehlung": IBM-Mitarbeitende sollen kein Office mehr benützen

11. September 2009, 14:05
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IBM hat die weltweit 360'000 Mitarbeitenden aufgefordert, künftig das eigene Büropaket Symphony zu benützen und auf Microsoft-Office zu verzichten. "Empfehlung" oder Befehl?

IBM hat die weltweit 360'000 Mitarbeitenden aufgefordert, künftig das eigene Büropaket Symphony zu benützen und auf Microsoft-Office zu verzichten. "Empfehlung" oder Befehl?
Die deutsche Wirtschaftszeitung 'Handelsblatt' berichtet heute exklusiv, IBM habe seine 360'000 Mitarbeitenden "aufgefordert", in den nächsten 10 Tagen die eigene Büro- und Kommunikationslösung 'Lotus Symphony' auf ihren Rechnern zu installieren. Wer künftig Microsoft Office will, braucht gemäss der Zeitung "eine Genehmigung". Bis Jahresende sollen alle Firmendokumente im offenen Dokumentenformat ODF (Open Document Format) abgelegt werden. ODF wird, da es kein proprietäres Format ist und zudem auf XML basiert, auch von manchen Behörden bevorzugt.
'Lotus Symphony' basiert auf Suns Open Office, hat aber eine von IBM überarbeitete Oberfläche und wurde eben heute in einer überarbeiteten Version veröffentlicht. Microsoft dominiert den Markt für Büro-Software bei weitem. Der Wegfall eines Grosskunden wie IBM, der zudem was Informatik und Hightech angeht weltweite Ausstrahlung hat, dürfte für die Redmonder sehr schmerzhaft sein.
Nur eine "Empfehlung"?
IBM-Schweiz-Sprecherin Susan Orozco will allerdings nicht von einer Anweisung, sondern lieber von einer "Empfehlung" sprechen. 'Lotus Symphony' sei eine echte Alternative zu Office. Zusammen mit anderen kostenlosen Produkten (E-Mail-Clients, Browser, ...) könne daraus ein offener "Client of the Future" entstehen, so Orozco. Ausserdem benützten bereits heute gemäss Orozco 330'000 der 360'000 IBM-Angestellten 'Symphony".
Seltsam, dass wir offenbar immer nur die winzige Minderheit antreffen. (Christoph Hugenschmidt)

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