End-of-Life-Produkte finden, Ladenhüter los werden

29. April 2008, 13:18
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    Deutscher Start-up lanciert mit "IT Stocklist" eine "Web 2.0"-artige Handelsplattform, auf der IT-Händler Ladenhüter und Retouren los werden und "End-of-life"-Produkte finden können.

    Deutscher Start-up lanciert mit "IT Stocklist" eine "Web 2.0"-artige Handelsplattform, auf der IT-Händler Ladenhüter und Retouren los werden und "End-of-life"-Produkte finden können.
    Amos Struck ist seit Jahren beim deutschen Fachhändler H&G in Bonn für das Geschäft mit Occasions-Geräten von HP ("HP Renew") zuständig. "Ich bekomme jeden Tag Anfragen von anderen Händlern, die nicht mehr erhältliche HP-Produkte suchen", erzählt Struck. Dies brachte ihn auf die Idee von IT Stocklist.com.
    Auf der Webseite, die sich noch ungefähr einen Monat in der Beta-Test-Phase befindet, können europaweit Fachhändler, Systemintegratoren, Distributoren und sonstige IT-Dealer Produkte, beispielsweise Retouren, ausschreiben oder suchen. Ausgeschlossen ist das "normale" Sortiment von Distributoren. "Wir wollen, dass Fachhändler wieder etwas verdienen", so Struck.
    Zusätzlich bietet die Plattform "Web 2.0"-artige Funktionen, da jedes Angebot mit einer entsprechenden Person verknüpft ist, die man leicht kontaktieren kann. Die Plattform ist ausschliesslich für angemeldete Mitglieder zugänglich. Wer nur Produkte suchen will, bezahlt 240 Euro pro Jahr und Firma, wer auch Produkte anbieten will, muss das doppelte berappen.
    Besonders nützlich dürfte die Plattform sein, wenn es um die rasche und einfache Beschaffung von abgekündigten Produkten, wie beispielsweise Docking-Stations, geht, die heute von Ersatzteilhändlern zu ausserordentlich hohen Preisen angeboten werden. Bis heute sind auf 'IT Stocklist' gemäss Struck bereits 150'000 Produkte aufgelistet und über Suchfunktionen auffindbar.
    Dass "IT Stocklist" tatsächlich Händlern in ganz Europa helfen will, Overstock los zu werden oder abgekündigte Produkte zu finden, zeigt sich an der Tatsache, dass Struck demnächst einen automatischen Währungs-Converter einbauen will. Schweizer Händler werden ihre Angebote in Franken eingeben können, ihre potentiellen deutschen Kunden werden die Preise aber in Euro angezeigt bekommen. (Christoph Hugenschmidt)

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