Ende der Schlacht: Oracle kauft Peoplesoft

13. Dezember 2004 um 15:30
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Der hartnäckige Widerstand von Peoplesoft hat sich gelohnt - für die Aktionäre. Oracle zahlt mehr.

Peoplesoft geht über den Ladentisch. Der Verwaltungsrat hat über das Wochenende beschlossen, ein erhöhtes Angebot von Oracle (26.50 statt 24 Dollar pro Aktie) anzunehmen, wie der Software-Hersteller vor kurzem meldete. Insgesamt kostet der ERP-Hersteller also 10,3 Milliarden Dollar.
Bis Mittwoch wird Oracle sein Angebot anpassen, das dann bis Ende Dezember gültig sein wird. Der Peoplesoft-Verwaltungsrat wird den Aktionären empfehlen, das Angebot anzunehmen. Peoplesoft und Oracle werden alle Klagen gegeneinander zurückziehen.
Was dieser Entschluss für Mitarbeitende und Kunden von Peoplesoft bedeutet, wird sich erst noch zeigen müssen. Oracle hatte während der 18-monatigen Übernahmeschlacht auch mal angedeutet, man wolle mehr als die Hälfte der etwas 12'000 Peoplesoft-Angestellten in die Wüste schicken. Ebenfalls unklare Signale gab Oracle während der Kampagne zur Zukunft der Peoplesoft-Software und der Produkte der letztes Jahr übernommenen J.D. Edwards ab.
Der Peoplesoft-Obere George "Skip" Battle lässt sich in der Pressemitteilung wie folgt zitieren: "Der Verwaltungsrat zieht den Hut vor den Angestellten für ihre aussergewöhnliche Hingabe für Peoplesoft und ist den Kunden dankbar dafür, dass sie unsere Produkte gekauft haben und in diesen unsicheren Zeiten zu uns gestanden sind." Ein schwacher Trost. (Christoph Hugenschmidt)

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