Endlich Licht im Open-Source-Dschungel

27. Oktober 2006, 12:07
  • open source
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Optaros und 'Computerworld' publizieren nützlichen Katalog von Open-Source-Software

Optaros und 'Computerworld' publizieren nützlichen Katalog von Open-Source-Software
Viele moderne Software-Hersteller entwickeln heute Lösungen, indem sie bestehende Komponenten, sei es aus eigenen Beständen von früheren Projekten oder aus der Open-Source-Welt, miteinander verknüpfen. Auch unsere Plattform wurde von Netcetera und Ergon mit dieser Methode ("Software-Assemblierung") gebaut.
Ein Problem, das sich potentiellen Anwendern / Integratoren von Open-Source-Software stellt, ist die Unübersichtlichkeit des Angebots. Es gibt keinen "Markt" für Open-Source-Software. Man muss sich nicht nur fragen, was eine Open-Source-Komponente "kann" und wie sie gebaut ist, sondern vor allem auch, ob sie "lebt". Steht eine grosse und lebendige Community dahinter oder sind es nur ein paar wenige Leute, die das Produkt in ihrer Freizeit weiter entwickeln? Wächst die Anwender- und Entwickler-Gemeinde?
Die auf Open-Source spezialisierte Beratungsfirma Optaros hat nun einen nützlichen Katalog entwickelt, in dem 260 Open-Source-Produkte einerseits nach ihrer Funktion (z.B. Datenbank, Web-Server, Lösungen für Identity Management, Reporting...) aufgeteilt werden. Wichtiger aber: Die Programme werden auch nach Kriterien bewertet. Optaros bewertet die Funktionalität, die Community, die hinter einem Projekt steht, die Reife eines Produkts (Stabilität), die Eignung für den Unternehmenseinsatz ("Enterprise Readyness") und gibt eine Einschätzung des Trends für ein Open-Source-Projekt ab.
Für potentielle Anwender von Open-Source-Software beantwortet der Katalog damit nicht nur die Frage "was gibt es", sondern auch "welche Zukunft hat das Produkt?".
Der Katalog wird als Printprodukt von der Zürcher Fachzeitschrift 'Computerworld' für 19.80 Franken vertrieben. Man kann ihn online bestellen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird er auch von Optaros als PDF und mit einer zusätzlichen Einleitung in den Open-Source-Markt zum Download zur Verfügung stehen. (Christoph Hugenschmidt)

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