Enovo.ch rechtfertigt sich

11. November 2013 um 15:06
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    Der Betreiber des Online-Elektronikhändlers Enovo.ch erklärt, wie es zum Konkurs kommen konnte.

    Der Betreiber des Online-Elektronikhändlers Enovo.ch erklärt, wie es zum Konkurs kommen konnte.
    Vergangene Woche wurde bekannt, dass der Elektronikhändler Enovo.ch Konkurs gegangen ist. Das Aus kam nicht überraschend, da der Online-Händler in den vergangenen Jahren immer wieder mit Kundenreklamationen konfrontiert war. Timo Nothhelfer, CEO von Enovo.ch, hat sich nun in einer Stellungnahme gegenüber inside-channels.ch ausführlich zum Konkurs geäussert.
    Fälle gelöst
    Nothhelfer schreibt, dass vom Konkurs zuletzt drei Mitarbeiter betroffen waren, für die jedoch "eine Lösung gefunden" worden sei. Bei den Anschuldigungen der Sendung Kassensturz/Espresso handle es sich um Einzelfälle: "Wir haben sämtliche dieser Fälle jeweils in Rücksprache mit Kassensturz/Espresso geprüft und gelöst."
    Zum Entscheid, die Enovo AG zu liquidieren, sei es aufgrund des Ausfalls des Geschäftsleitungs- und Verwaltungsrats-Mitglieds Severin Vonlanthen gekommen. Dieser war Leiter des Kundendienstes für Privatkunden und für die Weiterentwicklung des ERP/Online-Shops zuständig. Vonlanthen sei aber leider aus privaten Gründen seit längerem nur noch Teilzeit im Büro gewesen und sei zuletzt komplett ausgefallen, schreibt Nothhelfer. Dadurch habe es vermehrt Probleme im Kundendienst und in der System-Betreuung des ERP/Online-Shops gegeben.
    Kein Ersatz für den Gründer
    Gleichzeitig habe man bereits seit längerem mehrere Projekte in Angriff genommen, um die Abhängigkeit vom immer härteren Privatkunden-Online-Geschäft zu verringern: "Die Realisierung dieser Projekte kam jedoch durch den Ausfall von Herrn Vonlanthen ins Stocken und sie konnten bis zuletzt nicht fertiggestellt werden. Innert nützlicher Frist war es leider nicht möglich, einen passenden Ersatz für das Gründungs-Mitglied Severin Vonlanthen zu finden, um dessen Aufgaben zu übernehmen."
    Die restliche Geschäftsleitung habe bis zuletzt versucht, durch mehrere Sanierungs-Massnahmen und durch eine Kapitalspritze die Enovo AG zu retten. Dies gelang jedoch nicht, so dass Ende Oktober der Entscheid fiel, das Unternehmen zu liquidieren. Die verbliebene Geschäftsleitung unterstütze das Konkursamt Thurgau im Liquidations-Verfahren, um den Schaden für die verbleibenden Gläubiger möglichst gering zu halten, schreibt Nothhelfer. (mim)

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