Enterprise-Open-Source überholt proprietäre Software in Unternehmen

17. Februar 2020, 16:21
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Dies sagt zumindest eine internationale Studie von Red Hat.

Laut einer von Red Hat durchgeführten internationalen Umfrage scheint sich in den IT-Abteilungen von Unternehmen weltweit gegenwärtig ein Umbruch abzuspielen. Der Gebrauch von Enterprise-Open-Source-Anwendungen, also Anwendungen, die von Unternehmen wie Red Hat entwickelt und angeboten werden, steige kontinuierlich. Gleichzeitig sinke der Gebrauch von proprietärer Software. Aufgrund der Umfrageergebnisse prognostiziert Red Hat, dass in zwei Jahren schon deutlich mehr Open-Source-Anwendungen im Einsatz stehen werden, als proprietäre Produkte.
Vor einem Jahr hätten die Teilnehmer der Umfrage für den "State of Enterprise Open Source"-Report noch erklärt, dass im Schnitt 55% der Anwendungen in ihrem Unternehmen proprietär sei. Laut der aktuellen Umfrage sind es nun bereits nur noch 42%. Und bis 2022, so Red Hat, werde der Anteil der proprietären Software auf 32% fallen.
Der Anteil an Enterprise-Open-Source beträgt gemäss der Studie gegenwärtig 36% und soll in zwei Jahren auf 44% wachsen. Etwas weniger schnell, aber trotzdem kontinuierlich, wachse auch der Anteil von Open-Source-Applikationen, die von Communities getragen werden. Heute liege ihr Anteil bei 19%, in zwei Jahren bei 21%.

Unterschiedliche Gründe für den Wechsel


Die befragten IT-Entscheider gaben eine Reihe von Gründen dafür an, warum sie vermehrt auf Open Source setzen. Ein klarer Spitzenreiter als Motivator schälte sich dabei aber nicht heraus. Jeweils knapp über bis knapp unter 30% nannten höhere Softwarequalität, tiefere Kosten, höhere Sicherheit, cloud-native Technologien oder den Zugang zu Innovationen, welche Open-Source-Anwendungen ihrer Meinung nach bieten.
Am häufigsten werden Open-Source-Tools im Bereich Security eingesetzt (52%), gefolgt von Cloud-Management (51%), Datenbanken (49%) und Big Data und Analytics (47%).
Ein wichtiger Treiber für den Einsatz von Open-Source-Tools ist laut Red Hat die Verlagerung der IT-Infrastrukturen in die Cloud und damit einhergehend der steigende Gebrauch von Container-Technologien. 56% der Umfrageteilnehmer erwarten, dass sie innerhalb der nächsten 12 Monate noch mehr Container ausrollen werden.

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