Entlassungen bei Avaloq

6. August 2015, 14:09
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Im Juni ist es beim Zürcher Banken-Software-Hersteller Avaloq zu einigen Entlassungen gekommen. Avaloq: "Wir bleiben auf Wachstumskurs!"

Im Juni ist es beim Zürcher Banken-Software-Hersteller Avaloq zu einigen Entlassungen gekommen. Avaloq: "Wir bleiben auf Wachstumskurs!"
Avaloq hat im Juni überraschend einer Reihe von Mitarbeitenden in der Schweiz gekündigt. Es seien weit über ein Dutzend Kündigungen ausgesprochen worden, so ein Insider zu inside-it.ch. 'Inside Paradeplatz' schreibt in einem Artikel heute von "Dutzenden" entlassenen Mitarbeitenden. Das viel gelesene Blog schreibt von "anhaltender Unsicherheit". In der Tat befürchtet man, dass es bei Avaloq zu weiteren Entlassungen kommt. Avaloq würde, so munkelt man in der Branche, Entlassungen etappieren, um die vorgeschriebene Meldung einer Massenentlassung zu vermeiden. Avaloq-Sprecher Andreas Petrosino nahm zu diesem Vorwurf gegenüber inside-it.ch keine Stellung. Auch unsere Frage, ob es stimme, dass Avaloq bei den externen Mitarbeitenden spare, beantwortete er nicht.
Während Insider gegenüber inside-it.ch von Sparmassnahmen beim Zürcher Software-Hersteller sprechen, sagte ein ungennanter Avaloq-Manager zu 'Inside Paradeplatz', bei den Entlassungen sei es einzig um "Performance Management" gegangen.
400 neue Mitarbeitende alleine in den letzten 12 Monaten
Petrosino beantwortete detaillierte Fragen von inside-it.ch nicht. Er betont hingegen, die Avaloq Gruppe habe in den letzten 12 Monaten weltweit 400 neue Mitarbeiter angestellt. "Wir reduzieren also kein Personal, sondern bauen aus." Auch in der Schweiz habe Avaloq 2015 knapp 200 neue Personen angestellt. Avaloq beschäftige heute mit dem Tessiner BPO-Anbieter B-Source und dem Joint-Venture Arizon mit Raiffeisen total 2200 Mitarbeitende und habe gruppenweit 150 offene Stellen, so Petrosino. Auf der Webseite der Avaloq Gruppe sind allerdings nur 30 offene Stellen aufgelistet, wovon 21 in der Schweiz.
Trouble in Berlin und Singapur?
Dass Avaloq den Mitarbeiterstamm massiv ausbaut, muss nicht zwingend ein Widerspruch zu den in der Szene kolportierten Sparmassnahmen sein. Denn Avaloq hat letztes Jahr mit Raiffeisen einen riesigen Deal.
Insider sprechen ausserdem davon, die BPO-Projekte in Berlin hätten Probleme und verzögerten sich. Petrosino widerspricht: "Im BPO-Bereich laufen vier Grossprojekte im Umfang eines hohen dreistelligen Millionenbetrages. Die BPO Centres in Singapur und Deutschland werden in Kürze live gehen, wie für dieses Jahr geplant." (Christoph Hugenschmidt)

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