Entlassungswelle bei Alcatel-Lucent

8. Oktober 2013, 08:45
  • politik & wirtschaft
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15'000 sollen gehen, 5000 neue kommen.

15'000 sollen gehen, 5000 neue kommen.
Der Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent, der schon seit der Fusion von Alcatel und Lucent Ende Jahr 2006, fällt der Schnitt dieses Mal noch tiefer aus. Wie das Unternehmen heute ankündigte, sollen bis 2015 unter dem Strich rund 10'000 Stellen abgebaut werden, davon 4100 in der Region EMEA, 3800 im asiatisch-pazifischen Raum und 2100 in Nord- und Südamerika. Der Konzern betätigt damit Berichte von 'Le Figaro' und 'Les Echos' von gestern Abend. Laut diesen Berichten sollen sogar 15'000 Stelle gestrichen, aber gleichzeitig 5000 neue Stellen geschaffen werden. Alcatel-Lucent beschäftigt gegenwärtig weltweit rund 72'000 Angestellte.
"The Shift Plan"
Dass sich das Management für die Sparaktion einen trendig nichtssagenden Namen - "The Shift Plan" - ausgedacht hat, dürfte die Betroffenen wenig trösten. CEO Michel Combes, der seit dem Februar dieses Jahres im Amt ist.
Teil des Plans ist auch eine Reduktion der Geschäftsfelder. Im Bereich Forschung und Entwicklung soll sich der Konzern auf IP- und 4G-Technologien konzentrieren. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf "Small Cell"-Technologien (besonders kleine Sende und Empfangsstationen für Mobilfunk) gelegt werden.
"Wir können aktuell noch keine Aussage treffen, in welchem Umfang die Schweiz betroffen sein könnte", erklärt die Alcatel-Lucent-Pressestelle auf Anfrage von inside-it.ch. (hjm)

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