Entlassungswelle bei Cablecom

8. November 2005, 09:27
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80 Kündigungen, 260 Stellen werden gestrichen

80 Kündigungen, 260 Stellen werden gestrichen.
Cablecom will seine Belegschaft von gegenwärtig 1750 Angestellten in den nächsten Wochen um etwa 15 Prozent, also um etwa 260 Mitarbeitende, reduzieren. Rund 80 Angestellte werden einen blauen Brief erhalten, der Rest des Abbaus soll bis Ende 2006 durch natürliche Abgänge und Frühpensionierungen erfolgen.
Anzumerken ist dazu, dass Cablecom in den letzten beiden Jahren schnell gewachsen ist. Seit 2003 wurden rund 400 neue Stellen geschaffen. Auch gegenwärtig werden parallel zu den Stellenstreichungen auch neue Jobs geschaffen. Gemäss Cablecom sind momentan in verschiedenen Unternehmensbereichen rund 30 Stellen offen.
Dass die Entlassungswelle gemäss Cablecom schon seit längerer Zeit geplant war, dürfte für die Betroffenen trotzdem nur ein geringer Trost sein. Der Kabelnetzbetreiber hat für sie aber einen Sozialplan erarbeitet sowie ein CareCenter und eine Jobbörse eingerichtet. "Wir werden im Rahmen unseres ausgearbeiteten Sozialplans unser Möglichstes tun, den Stellenabbau sozialverträglich umzusetzen und die Zahl der Entlassungen auf ein Minimum zu beschränken, meinte dazu Managing Director Rudolf Fischer.
Die Stellenreduktion wird sich gemäss Cablecom hauptsächlich auf die Unternehmensbereiche Network Management und Technology sowie die Support-Funktionen und das obere Management beschränken.
Das Unternehmen begründet den Stellenabbau einerseits mit dem Zusammenschluss mit UPC Broadband, der einige Synergien geschaffen habe. Vor allem aber, so Cablecom, müsse man sich die Marktrealitäten anerkennen: "Aufgrund des starken Wettbewerbs in der Telekommunikation, immer kürzeren Innovationszyklen und des technologischen Fortschritts muss sich auch Cablecom dieser Entwicklung anpassen." (Hans Jörg Maron)

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