Entlassungswelle bei Sun

1. Juni 2006, 18:11
  • international
image

Der neue CEO greift durch: 4000 bis 5000 Jobs werden gestrichen.

Der neue CEO greift durch: 4000 bis 5000 Jobs werden gestrichen.
Schon seit Jahren forderte die Wall-Street-Gemeinde einen grösseren Stellenabbau bei Sun, damit das Unternehmen profitabler wird. Nach dem Abgang des früheren Chefs Scott McNealy, der sich immer dagegen gesperrt hatte, folgt nun der neue CEO Jonathan Schwartz (Bild) diesem Ansinnen: Innerhalb der nächsten sechs Monate sollen 4000 bis 5000 Jobs gestrichen werden, etwa 11 bis 13 Prozent der bisherigen Belegschaft.
Kosten sollen auch im Immobilienbereich, durch eine Konsolidierung von Niederlassungen, eingespart werden. In den USA wird Sun zu diesem Zweck die gemieteten Gebäude in Sunnyvale räumen und seinen Campus in Newark verkaufen. Weitergeführt werden die Firmensitze in Menlo Park und Santa Clara in der Bay Area rund um San Francisco.
Insgesamt sollen die Sparübungen die Betriebskosten Suns um 480 bis 590 Millionen Dollar jährlich reduzieren. Der volle Spareffekt soll ab Ende des nächsten Jahres eintreten. Vorerst wird die Restrukturierung aber Kosten in der Höhe von 340 bis 500 Millionen Dollar verursachen. Sun strebt kurzfristig eine Betriebsgewinnmarge von 4 Prozent des Umsatzes an, längerfristig sollen es 10 Prozent werden.
Ein Teil der Stellereduktionen soll durch die "beschleunigte Ausnützung von Synergien" bei übernommenen Firmen erreicht werden – die grösste Akquisition, die Sun in letzter Zeit getätigt hat, war StorageTek.
Ausserdem kündigte Jonathan Schwartz an, dass sich Sun verstärkt auf einige Kern-Technologien zum Beispiel Datencenterautomation und Energieeffizienz, sowie den indirekten Verkauf über den Channel konzentrieren wolle, wo man auch bereits ein verstärktes Momentum verspüre: Mit den SunFire (Server)- und StorageTek (Speicher)-Plattformen sowie Java und Solaris habe man bereits in den letzten Monaten Marktanteile gewonnen. (Hans Jörg Maron)
(Bilder: Sun)

Loading

Mehr zum Thema

image

Schwerer Schlag gegen eine der erfolgreichsten Ransomware-Banden

Die Gruppe Hive hatte unter anderen Emil Frey und Media Markt attackiert. Jetzt haben das FBI, Europol und weitere Behörden die Hive-Infrastruktur ausgeschaltet.

publiziert am 27.1.2023
image

Intel-Zahlen rasseln in den Keller

Im vergangenen Quartal fiel der Umsatz im Jahresvergleich um 32% auf 14 Milliarden Dollar. Unter dem Strich steht sogar eine rote Zahl.

publiziert am 27.1.2023
image

Sunrise will nicht freiwillig auf Huawei verzichten

Ohne politischen Druck werde man nicht auf die Mobilfunktechnologie des chinesischen Anbieters verzichten, sagte der CEO der Muttergesellschaft.

publiziert am 26.1.2023
image

Auch bei IBM stehen weltweit Entlassungen an

Der Konzern will rund 4000 Jobs streichen. Betroffen sind diejenigen Bereiche, die nicht in Kyndryl und Watson Health ausgelagert wurden.

publiziert am 26.1.2023