Entwickler protestieren gegen Microsoft

14. März 2005, 17:24
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Microsoft will den Standard-Support für Visual Basic 6 Ende März beenden.

Microsoft will den Standard-Support für Visual Basic 6 Ende März beenden.
Wie "News.com" berichtet haben mehr als 100 Mitglieder von Microsofts "Most Valuable Professional"-Programm eine Petition unterschrieben, die erreichen will, dass Microsoft seine Unterstützung für Visual Basic 6 weiterführt und VB6 sogar noch weiterentwickelt. Microsoft will den normalen Support Ende dieses Monats ausklingen lassen. Danach wird es Support und Updates (noch drei Jahre lang) nur noch gegen Bezahlung geben.
Die MVPs erklären, dass Microsoft damit sehr vielen Kunden und Entwicklern schade. Mit einer neuen VB6-Version, so meinen sie, könnte Microsoft die früheren Investitionen von Kunden in VB6-Programme schützen und ihnen einen Übergang auf VB.Net erleichtern. Microsoft, so argumentieren sie weiter, entwickle ja auch C++ und sein .net-Gegenstück C# parallel weiter.
Ausserdem, so heisst es in der Petition weiter, sei die Lernkurve für Entwickler, um auf VB.net umzusteigen, sehr steil, und gerade ältere Softwareentwickler würden im Regen stehen gelassen, wenn VB6 aufgegeben wird.
Damit setzen sich die Petitionäre allerdings auch Kritik aus den eigenen Reihen aus. Es wird ihnen teilweise vorgeworfen, eine vielleicht aufwendige aber unumgängliche Umstellung einfach noch etwas weiter hinausschieben zu wollen.
Obwohl Microsoft den Stimmen der im "Most Valuable Professional"-Programm vertretenen Entwickler nach eigener Aussage viel Gewicht zumisst, dürfte jedenfalls der Entscheid gegen VB6 kaum mehr umzustossen sein. (hjm)

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