eNVenta ERP nistet sich in der Microsoft-Wolke ein

21. März 2011, 15:40
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Neben der standardisierten "Software-as-a-Service"-Basislösung soll es auch eine voll firmenspezifisch anpassbare Version geben.

Neben der standardisierten "Software-as-a-Service"-Basislösung soll es auch eine voll firmenspezifisch anpassbare Version geben.
Nach einigem früheren Zögern hopsen gegenwärtig kleinere und mittelgrosse Softwarehersteller wie wild in die "Cloud". Dabei gehen sie ganz unterschiedliche Wege, vom Betrieb eigener Cloud-Rechenzentren über Partnerschaften mit lokalen Hostern bzw. Infrastructure-as-a-Service-Providern bis hin zur Einmietung in eine der grossen Cloud-Plattformen eines internationalen IT-Riesen.
Für letzteren Weg hat sich der deutsche Softwarehersteller Nissen & Velten für seine Business-Software eNVenta ERP entschieden. eNVenta ERP wurde neu auf die "Azure"-Plattform von Microsoft portiert, und kann nun auch von Kunden in der Schweiz ab sofort "als Service" über das Internet bezogen werden, wie die hiesige Vertretung eNVenta ERP Schweiz heute mitteilt.
Ein Vorteil für den Softwarehersteller ist dabei, dass er keine eigenen Infrastrukturinvestitionen tätigen muss und sich auf das technologische Know-how und die von Microsoft gebotene Verfügbarkeit sowie Zusatzservices für Softwarehersteller stützen kann. Ein möglicher Nachteil dieses Weges ist es, dass man den Kunden keine Datenlagerung im eigenen Land bieten kann. Allerdings sollen die Daten zumindest in einem der europäschen Rechenzentren Microsofts liegen, und der Softwareriese verspricht durch die Mitgliedschaft im "Safe Harbor"-Datenschutzabkommen Konformität mit europäischen Datenschutzgepflogenheiten.
_Individualisierbar trotz Cloud
eNVEnta ERP kann von Kunden in zwei grundlegenden Varianten aus der Cloud bezogen werden. "eNVenta Cloud" ist ab 90 Franken pro Monat und User erhältlich. Die Lösung umfasst laut dem Anbieter den vollen Funktionsumfang der konventionellen Lösung, basiert aber auf vorkonfigurierten Standardprozessen.
"eNVenta Cloud Plus" soll dagegen, auch im Gegensatz zu den meisten anderen Business-Software-Lösungen aus der Cloud, laut Hersteller hochgradig individualisierbar und damit ähnlich wie eine Vor-Ort-Installation voll an individuelle Kundenbedürfnisse anpassbar sein. Mit dieser Möglichkeit glaubt Nissen & Velten gegenwärtig eine technologische Vorreiterrolle beim Cloud-Computing einzunehmen.
Die beiden "as-a-Service"-Varianten von eNVenta werden für Kunden mit 5 bis 30 beziehungsweise 15 bis 30 Anwendern empfohlen.
Auch die auf eNVenta ERP aufsetzenden Branchenlösungen sollen bald als Service erhältlich werden. Bei eNVenta Cloud Stahl ist dies bereits der Fall, weitere Branchenlösungen sollen nach und nach ebenfalls in die Microsoft-Wolhe wandern und dann als Zusatzmodule zu eNVenta Cloud oder Cloud Plus erhältlich werden (hjm)

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