EPFL-Software soll Programmabstürze verhindern

29. Januar 2010, 11:22
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Informatiker am Dependable Systems Lab der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) haben ein Tool entwickelt, das Software-Bugs zu erkennen lernt und vor deren wiederholten Auftreten schützt.

Informatiker am Dependable Systems Lab der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) haben ein Tool entwickelt, das Software-Bugs zu erkennen lernt und vor deren wiederholten Auftreten schützt. Die neueste Version von "Dimmunix" bietet dabei auch die Möglichkeit, dass Computer über Netzwerk auch von den Erfahrungen anderer mit Dimmunix überwachter Systeme lernen.
Bislang schützt das Tool nur vor schwerwiegenden Fehlern, die tatsächlich zu Programmabstürzen oder -hängern führen. "Der Zugang der 'Failure Immunity' kann aber auch breiter auf andere Bugs angewandt werden", sagt EPFL-Informatikprofessor George Candea gegenüber pressetext. Er hofft, dass die Veröffentlichung von Dimmunix als Open-Source-Programm Entwickler anlockt, die bei derartigen Erweiterungen und nutzerfreundlicheren Umsetzungen helfen.
Problemloser Programmlauf trotz Bugs
Beim ersten Auftreten eines Bugs zeichnet Dimmunix eine Reihe von Informationen zum Bug und dem Systemverhalten im Anschluss an den Fehler auf. Damit kann das Tool nicht nur erkennen, wenn das Problem erneut aufzutreten droht, sondern auch korrigierend in die Programmausführung eingreifen. Dadurch läuft die absturzgefährdete Anwendung problemlos weiter.
"Die Dimmunix-Runtime passt dabei einfach das Scheduling der Programm-Threads auf einer Ebene unter dem betreffenden Programm an, um es auszutricksen, damit es fehlerfrei läuft", erklärt Candea. Die Änderungen bewegten sich dabei im Rahmen dessen, was bei Schedulern normal ist. Für das Programm selbst sind die Korrekturen daher nicht bemerkbar und der Ablauf insgesamt normal - so dass trotz korrigierenden Eingriffs die richtigen Ergebnisse geliefert werden.
Langfristig massentauglich
Ein mögliches Anwendungsbeispiel wäre, dass der Webbrowser lernt, mit von Plug-ins verursachten Fehlern umzugehen und so Totalabstürze zu vermeiden. Allerdings ist der Schwerpunkt des für Java-und C/C++-Programme geeigneten Tools bislang anders gelagert. Die Informatiker haben seine Tauglichkeit bislang unter anderem für Apache, JBoss und MySQL demonstriert. "Wir haben Dimmunix zunächst für Server-Systeme bereitgestellt, weil der Umgang damit am schwierigsten ist. Sie sind gross, haben viele Threads und ein Aufhängen oder Einfrieren ist sehr teuer", sagt Candea.
Die EPFL-Informatiker haben nun den Quellcode zu Dimmunix)

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