EPFL verliert Einfluss im Human Brain Project

27. Juli 2016, 14:53
  • politik & wirtschaft
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Im März hat das Human Brain Project (HBP) bekannt gegeben, die Anlaufphase abgeschlossen und die operative Phase begonnen zu haben. Mit dem Eintritt in die operative Phase soll das HBP strukturell neu aufgestellt werden, so eine Mitteilung von heute. Bis anhin stand das prestigeträchtige Projekt ganz unter der Leitung der ETH Lausanne (EPFL). Künftig sind drei Gremien für unterschiedliche Bereiche des HBP verantwortlich: Ein "Stakeholder Board" (SB), ein "Science & Infrastructure Board" (SIB) und ein Direktorat (DIR). Finale Beschlüsse werden durch das SB gefällt, das aus jeweils einem Vertreter der 19 teilnehmenden Länder besteht. Die Schweiz wird vom derzeitigen EPFL-Präsidenten Patrick Aebischer vertreten und den Vorstand des SB hat Matthew Lambon-Ralph der Universität Manchester inne.
Das SIB fokussiere auf die wissenschaftliche Leitung. Es ist für die Planung und die Implementierung der wissenschaftlichen Aufgaben und der Infrastruktur verantwortlich. Darüber hinaus, so die Mitteilung weiter, schlägt das SIB die jeweiligen Arbeitspläne und Roadmaps für jede neue Projektphase vor. Anfang Juni wurde Katrin Amunts vom Forschungszentrum Jülich und der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf zum Vorstand des aus den elf Projektleitern bestehenden SIB gewählt.
Das Direktorat schliesslich ist verantwortlich für das Management des Kernprojekts, wie es heisst. Die Leitung liegt bei Philippe Gillet von der ETH Lausanne. Weitere Mitglieder sind die SIB-Vorsitzende Katrin Amunts und ihre beiden Stellvertreter, ein Geschäftsführer sowie ein Ethik- und ein Innvoationsdirektor.
Die Gremien werden das Projekt für die verbleibenden gut sieben Jahre leiten. Die neue Führungsstruktur sei Teil der Vereinbarungen, die die Partner im Rahmenabkommen vom 30. Oktober 2015 unterzeichnet hatten. (kjo)

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