EPFL will Deepfakes entlarven

20. September 2019, 12:27
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Gefälschte Videos, die durch den Einsatz künstlicher Intelligenz realistisch aussehen, stellen eine wachsende Herausforderung dar.

Gefälschte Videos, die durch den Einsatz künstlicher Intelligenz realistisch aussehen, stellen eine wachsende Herausforderung dar. An Technologien solche Deepfakes zu entlarven, arbeitet eine EPFL-Forschungsgruppe mit dem Schweizer Startup Quantum Integrity, das im EPFL Innovationspark angesiedelt ist. Um die Entwicklung der Software voranzutreiben, wird das Team mit einem Stipendium der Förderagentur Innosuisse unterstützt, wie die Hochschule mitteilt.
Gefälschte Videos gibt es schon länger, aber in der jüngsten Vergangenheit wurden sie so realistisch, dass sie mit blossem Auge kaum mehr als Fälschung zu erkennen sind. Quantum Integrity verfüge bereits über eine operative Software, die kommerzialisiert werde. Nun wolle man den Detektor erweitern, sodass er breiter einsetzbar sei, erklärt Touradj Ebrahimi, Leiter der Multimedia Signal Processing Group. Seine Gruppe der EPFL bringe Erfahrung im Bereich der multimedialen Signalverarbeitung mit, während das Startups das Know-how habe, gefälschte Bilder zu erkennen.
Details zur Software will Ebrahimi keine verraten, da von vielen Unternehmen in diesem Bereich geforscht werde. Etwa haben Facebook und Microsoft jüngst angekündigt, 10 Millionen US-Dollar in Deepfake-Erkennungssoftware investieren zu wollen.
Das Innosuisse-Projekt beginnt am 1. Oktober. Ziel des EPFL-Teams ist es schliesslich, eine Website einzurichten, auf die Videos hochgeladen werden können, um den Inhalt zu überprüfen.
Das Schadenspotenzial von Deepfakes sei gross, führt die EPFL aus. Consumer hätten Angst, dass Fälschungen eingesetzt werden, um ihre Identität zu stehlen. Fälschungen könnten auch zur Täuschung von Herstellern oder Versicherern verwendet werden und damit zu kommerziellen Schäden führen. (kjo)

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