Epson will Original-Druckertinte per Software-Update durchdrücken

18. Oktober 2018, 15:03
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Dass häufig Druckerpatronen von Drittanbietern billiger als die Originalkartuschen sind, ist nicht neu.

Dass häufig Druckerpatronen von Drittanbietern billiger als die Originalkartuschen sind, ist nicht neu. Auch dass es Druckerhersteller gibt, die Tinte von Fremdanbietern nicht zulassen. Zuletzt hatten allerdings Tests der Stiftung Warentest gezeigt, dass die Situation sich gebessert hat und die Druckerhersteller wieder Toleranz bei fremden Druckerpatronen walten liessen.
Doch scheint das nicht für Epson zu gelten, wo man offenbar daran festhält, günstige Geräte mit teuren Tintenpatronen zu verkaufen.
Jedenfalls berichtet 'Motherboard', Epson habe einen als "Sicherheitsupdate" ausgegebenen aktuellen Patch dazu benutzt, dass auf den gepatchten Geräten nur noch Epson-Originalpatronen verwendet werden können.
Dieses Vorgehen habe bei der amerikanischen Organisation für digitale Rechte, Electronic Frontier Foundation (EFF), für heftige Kritik gesorgt. Dort spricht man von einer als "Downgrade" verkleideten Software-Aktualisierung. Es sei dasselbe Vorgehen wie schon bei HP im Jahr 2016. Dort sei solch ein Update jedoch nach massiver Kritik aber wieder zurückgenommen worden.
Epson soll bereits Ende 2016 oder Anfang 2017 das "Update" als wichtige Verbesserung angepriesen haben, real seien damit aber auf den Geräten Drittanbieter-Patronen blockiert worden. Inzwischen habe die EFF die Staatsanwaltschaft von Texas darüber informiert und die mangelnde Transparenz von Epson nach den texanischen Verbraucherschutzgesetzen als "irreführend und täuschend" angeprangert.
Während Epson zu dem Vorfall keine Stellung nimmt, zitiert 'Motherboard' Stimmen die das Vorgehen von Epson auch als gefährlich einstufen. Denn auf diese Weise würde die Sicherheit untergraben, weil generell das Vertrauen von Verbrauchern in den Software-Update-Prozess untergraben werde. Wenn Epson die Menschen lehrt, so der Bericht weiter, ihre Geräte nicht zu aktualisieren, gefährden sie jedermann durch Botnets, Ransomware-Epidemien, Denial of Service-Attacken, Cyber-Voyeurismus und viele andere Schrecken der heutigen Internetsicherheit. (vri)

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