Erdölkonzern erhält den schnellsten privaten Supercomputer

17. Februar 2020, 14:06
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Die auf Dell-Servern basierende Maschine hat eine Spitzenleistung von 52 Petaflops.

Die meisten sehr leistungsfähigen Supercomputer laufen in akademischen Einrichtungen. Der italienische Gas- und Erdölkonzern Eni, der in der Schweiz unter der Marke Agip auftritt, hat nun aber einen Computer in Betrieb genommen, der die meisten akademischen Rechenmonster in den Schatten stellt.
Mit einer Spitzenleistung von 52 Petaflops ist er der weltweit schnellste Supercomputer, der einem privatwirtschaftlichen Unternehmen gehört. In der letzten Top-500-Rangliste der Supercomputer wäre er auf Platz 5 gelandet, noch vor dem Schweizer Supercomputer “Piz Daint”, dem bisher schnellsten Computer Europas.
Der neue "Eni HPC-5" steht in einem Rechenzentrum von Eni etwas südlich von Mailand. Er besteht aus 1820 Dell EMC PowerEdge C4140 Servern. Jeder davon ist mit zwei Intel Xeon Prozessoren mit jeweils 24 Kernen ausgerüstet. Dazu kommen je vier GPU-Beschleuniger vom Typ Nvidia V100 Tensor Core. Verbunden sind die Server über ein Mellanox InfiniBand HDR-Netzwerk mit einer Maximal-Geschwindigkeit von 200 Gbit/s.
Eni will den Rechner für die Verarbeitung dreidimensionaler seismischer Bilder und die Simulation von Lagerstätten nutzen. Der Konzern hofft aber auch, durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz neue Ansätze zur Energiegewinnung und -verarbeitung entwickeln zu können und Prozesse zu optimieren.

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