Erdogan, Merkel, Palmisano, Scheer

28. Februar 2011, 16:52
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Das hätten wir doch auch an der 'aiciti' gerne: Promis eröffnen heute Abend die CeBIT 2011.

Das hätten wir doch auch an der 'aiciti' gerne: Promis eröffnen heute Abend die CeBIT 2011.
Heute Abend um 18 Uhr beginnt die feierliche Eröffnung der weltweit grössten IT-Messe, der CeBIT in Hannover. An der Feier, die live im Internet übertragen wird, nehmen nicht nur mehr als 2000 Gäste teil, sondern auch Prominente aus der Industrie und der Politik. Wie wichtig Technologie und Informatik im CeBIT-Gastland Türkei genommen werden, zeigt sich daran, dass Ministerpräsident Recep Erdogan persönlich an der Eröffnung der Messe teilnehmen wird. Zusammen mit Erdogan wird Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie der Bürgermeister von Hannover, Stephan Weil, die Politik vertreten. Dazu kommen zwei Schwergewichte aus der IT-Industrie selbst, nämlich IBM-Boss Samuel Palmisano und Professor August-Wilhelm Scheer.
Der eindrückliche Aufmarsch von Politik und IT-Industrie zeigt, dass die CeBIT als IT-Leitmesse immer noch ein grosses Gewicht hat und von der Politik auch entsprechend unterstützt wird. In der Schweiz wären wir ja schon froh, wenn sich eine Stadtpräsidentin an die Eröffnung einer IT-Messe wagen würde.
Deutscher ICT-Markt wächst (langsam)
Knapp vor der Eröffnung der CeBIT hat der deutsche IT-Verband Bitkom zudem neue Prognosen zur Entwicklung der Hightech-Branche in Deutschland veröffentlicht. Bitkom glaubt, dass der ICT-Markt (inklusive UE) in Deutschland im laufenden und im nächsten Jahr je um zwei Prozent wachsen und dieses Jahr 145,5 Milliaden Euro "schwer" sein wird. Dies soll für total 10'000 neue Stellen sorgen.
Das Wachstum wird nach Bitkom vor allem durch die verstärkte Nachfrage nach Hardware (PCs + 6 Prozent), Software und Service getrieben, während der Umsatz der Telekommunikationanbieter stagnieren wird. Mit einem Rückgang rechnet der deutsche Verband im Markt für Unterhaltungselektronik.
Bescheidene Glasfaserpläne in Deutschland
Rechtzeitig zur CeBIT kündigte der Ex-Monopolist Deutsche Telekom an, er wolle Bevölkerung und Firmen in 10 Städten mit Glasfaser-Internetanbindung versorgen. Wie der Spiegel höhnisch schreibt, handelt es sich aber eher um Städtchen (Kennen Sie Brühl, Hennigsdorf, Neu-Isenburg, Kornwestheim und Mettmann?), in denen total auch nur 160'000 Haushalte mit schnellen Internet-Anbindungen versorgt werden sollen.
Hingegen werden sich Deutsche Telekom und der Konkurrent Vodafone mit dem Ausbau von Mobilfunknetzen der nächsten Generation (LTE) beeilen. So soll die Grossstadt Köln komplett mit Mobilfunk-Abdeckung nach dem LTE-Standard versorgt werden und Vodafone will LTE-Infrastruktur in Berlin, Hamburg und Bremen starten. (Christoph Hugenschmidt)

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