Ereilt die Subprime-Krise die IT-Industrie?

12. November 2007, 17:39
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Eine kurze Bemerkung von Cisco-Boss John Chambers letzte Woche bei der Präsentation der Quartalszahlen löste eine leichte Panik an den US-Technologiebörsen aus.

Eine kurze Bemerkung von Cisco-Boss John Chambers letzte Woche bei der Präsentation der Quartalszahlen löste eine leichte Panik an den US-Technologiebörsen aus. Chambers sagte, es gebe "dramatische Rückgänge" bei den Aufträgen von US-Finanzdienstleistern. In einem TV-Interview fügte er wohlweislich hinzu, Cisco sei davon wenig betroffen, da in vielen verschiedenen Märkten und auf allen Kontinenten aktiv. Das nützte nichts, der Kurs der Cisco-Aktie verlor am Donnerstag und Freitag zwischenzeitlich um fast 10 Prozent.
In der Schweiz hieb gestern die 'SonntagsZeitung' in die gleiche Kerbe. Die UBS, die besonders grosse Abschreibungen im Zusammenhang mit dem "Subprime-Crash" machen musste (mehr könnten folgen), werde die Verträge von 400 temporär angestellten IT-Fachleuten Ende Jahr nicht erneueren, so die Zeitung. Die Bank selbst sagte allerdings gegenüber der 'SonntagsZeitung', man habe keine Absicht, die Zahl der IT-Contractors" substantiell reduzieren.
Der Nachfrage-Überhang nach qualitifzierten Informatik-Spezialisten, vor allem EntwicklerInnen, ist in der Schweiz allerdings so gross, dass man höchstens von einer leichten Abkühlung einer sehr erhitzten Konjunktur sprechen kann. Wenn überhaupt. (hc)

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