Erfolgreiche CIOs sind visionäre Sparer

11. September 2009, 10:28
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CIOs sind in der Chefetage der Grossfirmen angekommen.

Frage: "Mit welchen visionären Plänen wollen Sie die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens steigern?
IBM stellte sich in einer riesigen Untersuchung die Aufgabe, herauszufinden, was CIOs von Unternehmen mit rasch wachsenden Profiten von solchen mit langsam wachsenden Gewinnen unterscheidet. Befragt wurden wurden weltweit 2'598 CIOs aus 19 verschiedenen Branchen. Die meisten (84 %) der befragten IT-Bosse stammen aus Organisationen und Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitenden. Erstaunlicherweise fanden die Autoren signifikante Unterschiede zwischen CIOs in Firmen mit rasch wachsenden Gewinnen und solchen in Firmen mit langsam wachsenden Gewinnen.
Wir picken hier einige interessante Ergebnisse aus der Studie heraus.
BI immer noch zuoberst auf der Wunschliste
Die Antworten auf die Frage, mit welchen "visionären Plänen" die CIOs die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens steigern wollen, waren nicht wirklich überraschend (siehe Grafik oben). Wie seit Jahren steht der Einsatz von Business-Intelligence- und Analytik-Werkzeugen zuvorderst auf der "Wunschliste" der CIOs.
Am zweit häufigsten werden Virtualisierungsprojekte, danach Risikomanagement und die Einbindung von Kunden und Partnern über Zusammenarbeitsplattformen genannt.
CIOs erfolgreicher Firmen sind "sowohl als auch"
CIOs von Firmen mit rasch wachsenden Profiten investieren gemäss IBM erheblich mehr Zeit damit, die strategischen Ziele einer Firma umzusetzen, als CIOs von weniger erfolgreichen Firmen. Letztere verbringen hingegen mehr Zeit mit ihrem Kerngeschäft: Technologie zur Verfügung zu stellen.
Ebenfalls signifikant sind die Unterschiede beim Einsatz von Werkzeugen für die Kommunikation und Zusammenarbeit. Die CIOs von Firmen mit rasch wachsenden Profiten setzen diese wesentlich häufiger sowohl innerhalb der IT wie auch innerhalb der ganzen Organisation ein.
Doch die Informatik-Bosse der Firmen mit schnell wachsenden Profiten sind nicht nur "Visionäre" im Einsatz von neuartigen Technologien, sie sind auch Sparer. "Hochprofit-CIOs" glauben signifikant öfter, dass sie innert fünf Jahren völlig standardisierte, günstige Geschäftsprozesse einführen könnten. Ausserdem sind die Informatik-Bosse der Firmen mit rasch wachsenden Profiten wesentlich besser in die Strategiefindung auf der obersten Ebene eingebunden, so die Studie.
Und wenn Ursache und Wirkung verwechselt wäre?
Ein Blick auf die Auswertung der Untersuchung von IBM kann sich durchaus lohnen. Allerdings sind wir nicht ganz sicher, ob man den Schluss ziehen kann, dass ein bestimmtes Verhalten der Informatik-Bosse zu einem rascheren Wachstum der Firmengewinne führt. Vielleicht ist es ja auch umgekehrt: Firmen mit rasch wachsenden Profiten stammen tendenziell eher aus Branchen, wo sehr viel Technologie eingesetzt wird und haben mehr Möglichkeiten in Informationstechnologie zu investieren. Solche mit langsam wachsenden Profiten sind hingegen eher gezwungen, den bestehenden Zustand mit möglichst geringen Mitteln aufrecht zu erhalten. (Christoph Hugenschmidt)
Die "IBM Global CIO Study" kann online bestellt werden.

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