Ergon erleichtert das Leben der SBB-Kondukteure

23. August 2005, 05:44
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Seit Juli dieses Jahres sind einige Kondukteure der SBB mit einem neuen mobilen Terminal unterwegs.

Seit Juli dieses Jahres sind einige Kondukteure der SBB mit einem neuen mobilen Terminal unterwegs. Das Gerät, das die SBB in wunderbarem Beamtendeutsch "Zug Personal Gerät Zwei" genannt hat, wird den Kondukteuren als mobiles Infoterminal sowie als Billet-Ausgabe und -Kontrollgerät dienen. Momentan werden etwa 150 Geräte eingesetzt. (Wer sich dafür interessiert: man erkennt sie an ihrem feuerroten, flachen Gehäuse.) Das ZPG II soll nun etappenweise bis im November eingeführt werden.
Die Besonderheit gegenüber früheren Geräten, ist, dass ZPG II über GPRS oder WLAN dauernd mit den zentralen SBB-Systemen verbunden ist. Die Informationen sind darum immer aktuell, und der Gang ins Depot zum Datenabgleich wird unnötig. Ein weiterer Vorteil für die SBB ist, dass die in Java geschriebene verwendete Software hardwareunabhängig ist. Falls das jetzt verwendete Gerät einmal nicht mehr lieferbar ist, kann die SBB also flexibel wechseln.
Internationaler Erfolg für Schweizer Software?
Die erwähnte Software dazu wurde von Ergon entwickelt. Die Zürcher Softwareschmiede hofft nun, damit auch eine Trumpfkarte für Verkäufe ins Ausland in der Hand zu haben. Die Technologie ist, so glaubt zumindest Ergon, europaweit führend. Im ganzen europäischen Bahnreiseverkehr sei noch keine entsprechende plattformunabhängige Software im Einsatz. Die Deutsche Bahn und die Österreichischen Bundesbahnen würden denn auch schon einen möglichen Einsatz evaluieren.
(Interessenbindung: Ergon hat als Technologiepartner zusammen mit Netcetera unser Content-Management- und E-Business-System gebaut (Und dabei wie für die SBB ebenfalls gute Arbeit geleistet) und ist ein wichtiger Marketingkunde unseres Verlages.)

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