Ericsson sucht einen neuen CEO

25. Juli 2016, 09:04
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Nach sieben Jahren tauscht Ericsson den Chef aus. Hans Vestberg verlässt das Unternehmen.

Nach sieben Jahren tauscht Ericsson den Chef aus. Hans Vestberg verlässt das Unternehmen.
Hans Vestberg tritt per sofort von seiner Position als CEO von Ericsson zurück. Der Verwaltungsrat habe beschlossen, dass es im momentanen Umfeld Zeit für eine neue Führung sei, um die Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben, so das Unternehmen. Einen Nachfolger für Vestberg gibt es noch nicht. Interimistisch wird Finanzchef Jan Frykhammar als CEO agieren. Vestberg werde dem Unternehmen in den nächsten sechs Monaten beratend zur Verfügung stehen.
Insgesamt war Vestberg 28 Jahre bei Ericsson tätig, die letzten sieben Jahre als CEO. "Ich hatte eine fantastische Zeit bei Ericsson. Jetzt, wo die Industrie in eine neue Phase eintritt, angetrieben von 5G, IoT und Cloud, ist es Zeit für einen neuen CEO", so Vestberg in der Mitteilung des Unternehmens.
Ericsson habe die Suche nach einem neuen CEO begonnen. Wie üblich sollen interne und externe Kandidaten berücksichtigt werden, schreibt der Netzwerkausrüster weiter. Finanzchef Frykhammer, der nun Vestbergs Aufgaben übernimmt, ist seit 1991 bei Ericsson tätig und hat seine CFO-Position seit 2009 inne. Zuvor war er beim schwedischen Konzern als Head of Group Function Finance tätig und davor verantwortete er als Head of Business Unit den weltweiten Sales. Der aktuelle Vice President & Group Treasurer Carl Mellander wird per sofort die Aufgaben von Frykhammer als CFO übernehmen.
Ericsson hat vor einigen Wochen eine Reorganisation angekündigt. Der einstige Branchenprimus wollte so auf die Konkurrenz insbesondere von Huawei reagieren. Mit der Reorganisation sollten Kosten gesenkt und das Wachstum wieder angekurbelt werden. Vergangene Woche präsentierte der Konzern zudem schwache Quartalszahlen. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um elf Prozent auf umgerechnet 6,2 Milliarden Franken zurück. Der Gewinn war im Jahresvergleich um 25 Prozent rückläufig. Mit der Präsentation des Quartalsergebnisses vergangene Woche hat Ericcson denn auch mitgeteilt, das Sparprogramm zu beschleunigen. Insgesamt, schrieb das Unternehmen bereits im April, sollen bis 2017 die Kosten im Vergleich zu 2014 um jährlich rund eine Milliarde Franken sinken. (kjo)

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