Erinnerung an Wahldebakel: VRSG diesmal "gerüstet"

11. März 2008, 15:55
  • e-government
  • nationalrat
image

Die Verwaltungsrechenzentrum AG St.

Die Verwaltungsrechenzentrum AG St. Gallen (VRSG) ist nach eigenen Angaben für den kommenden Wahlsonntag "gut gerüstet". Das Unternehmen sorgte bekanntlich anlässlich der eidgenössischen Wahlen im vergangenen Oktober für Hektik und Aufregung, als ein Serverproblem zu Verzögerung bei der Stimmenauszählung in St. Gallen, Thurgau und Zürich führte. Nun hat die VRSG mit "Lasttests" ihre Systeme im Hinblick auf die Parlaments- und Regierungswahlen in den Kantonen St. Gallen und Schwyz "einer zusätzlichen, erfolgreich verlaufenen Prüfung unterzogen", heisst es in einer Mitteilung.
Die VRSG nimmt in der Mitteilung Bezug auf die "Situation mit technischen Problemen" bei den National- und Ständeratswahlen im Oktober: "Bereits beim zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen im November liefen – nachdem verschiedene Optimierungen an den Abläufen und Datenbanken vorgenommen wurden – alle Prozesse einwandfrei ab", schreibt das Unternehmen. Dennoch seien nun im Hinblick auf den kommenden Wahlsonntag zusätzliche Tests durchgeführt worden. Dabei wurden Abläufe des Wahlsonntags in den Systemen simuliert. Diese Lasttests, an denen auch verschiedene Gemeinden teilnahmen, verliefen gemäss VRSG erfolgreich. Die VRSG gibt sich daher überzeugt, dass der kommende Wahlsonntag technisch problemlos ablaufen wird.
Vor den Wahlen im Oktober hat die VRSG auch Lasttest durchgeführt. Der Fehler lag damals in der Clusteringsoftware zwischen Original- und Backuprechenzentrum. Nun wurden verschiedene Optimierungen an den Datenbanken vorgenommen. VRSG-Sprecher Markus Freuler sagt dazu: "Diese Optimierungen haben uns auch ermöglicht, weitere zusätzliche Lasttests zu fahren. Andererseits wurden im jetzigen Lasttest nochmals mehr Gemeinden miteinbezogen, als dies im vergangenen Oktober der Fall war."
Die VRSG ist nicht nur für die informatikgestützte Auswertung und Zusammenführung aller Gemeinderesultate am Sonntag selbst verantwortlich, sondern auch für den Druck der Stimmausweise und den Versand der Wahlunterlagen. Allein im Kanton St. Gallen werden jedes Jahr pro Wahl beziehungsweise Abstimmung rund 285'000 Kuverts für Wahlen und Abstimmungen auf Kantons- und Gemeinde-Ebene verschickt. (mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Justitia 4.0: Anwälte können Portokosten sparen

Nächstes Jahr startet die Entwicklung von Justitia 4.0. Im Interview erläutert Gesamtprojektleiter Jacques Bühler, wie er Anwälte überzeugen will, warum die Post auf Millionen verzichten muss und weshalb das Mitmachen der Kantone freiwillig ist.

publiziert am 23.9.2022
image

Die Steuerverwaltung zentralisiert ihre Online-Dienste

Alle E-Services der ESTV werden ab November über das ePortal des Finanzdepartements zugänglich. Zudem sollen dort neue Services angeboten werden.

publiziert am 23.9.2022
image

Podcast: Eh, eh, eh... EPD, E-Impfbüechli und E-ID

Ein neuer Anlauf mit dem digitalen Impfbüechli steht bevor. Und auch beim EPD solls endlich vorwärtsgehen. Aber kommt das gut? Darüber reden wir in der aktuellen Podcast-Folge und sagen, was das alles mit der E-ID zu tun hat.

publiziert am 23.9.2022
image

Berner Verwaltung soll Verfügungen digital signieren können

Das KAIO sucht einen Anbieter von Standardsoftware für qualifizierte elektronische Unterschriften.

publiziert am 21.9.2022