Ermässigte Bussen wegen Preisabsprachen im DRAM-Markt

19. Mai 2010, 16:04
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Neun Chip-Hersteller haben vom 1.

Neun Chip-Hersteller haben vom 1. Juli 1998 bis zum 15. Juni 2002 ein Kartell gebildet, dass die Preise von Speicherchips künstlich hochgehalten hat. Die Übeltäter heissen Samsung, Hynix, Infineon, NEC, Hitachi, Mitsubishi, Toshiba, Elpida sowie Nanya und sind nun von der EU schuldig gesprochen worden. Sie hätten mit ihren Absprachen zum Schaden von PC-Käufern und Computerherstellern gehandelt.
Die Strafe dafür beläuft sich insgesamt 331 Millionen Euro. Allerdings sind nicht alle angeklagten Firmen davon betroffen: Micron wurde die Geldbusse vollständig erlassen, weil sie als erste die Wettbewerbsbehörde informierte. Infineon, Hynix, Samsung, Elpida und NEC stellten erst zwischen 2003 und 2006 Anträge auf Anwendung der EU-Kronzeugenregelung, weshalb die EU ihnen (nur) Nachlässe gewährte: 45 Prozent für Infineon, 27 Prozent für Hynix und 18 Prozent für Samsung, Elpida und NEC. „Mildernde Umstände" brachten Hynix zusätzliche 5 Prozent Strafrabatt ein, und für Toshiba und Mitsubishi ergaben sich aus diesen Umständen ebenfalls Nachlässe von je 10 Prozent auf den Netto-Straftarif. (vri)

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