Erneute IT-Panne bei Finanz­daten-Lieferant Eikon

24. Juni 2021, 10:11
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Tausende Finanzfachleute mussten stunden­lang auf Marktdaten der Tochter des Londoner Börsen­betreibers verzichten.

Nach einem Ausfall im vergangenen April hat unter anderem die Wirtschaftsinfoplattform Eikon von Refinitiv nun erneut mit einem mehrstündigen Ausfall zu kämpfen gehabt. Ein Sprecher des Tochterunternehmens vom Börsenbetreiber London Stock Exchange (LSE) sagte: "Wir arbeiten hart daran, das Problem zu lösen und entschuldigen uns bei unseren Kunden für die Unannehmlichkeiten."
Laut der Nachrichtenagentur 'Reuters' haben die Probleme in der Nacht begonnen und hätten Banken und andere Finanzunternehmen während des Handelstages in Asien betroffen. Unklar sei aber, wie viele Kunden betroffen waren. Am Morgen, nach gut 6 Stunden, und dem Neustart der Server seien die Services wieder hergestellt worden.
Zu den betroffenen Services gehörten laut Refinitiv ausser der Plattform Eikon diverse weitere Produkte. Genannt wurden die hauseigene Währungshandelssoftware FXT und weitere eigene Dienste wie Workspace, World-Check One, FXall, MyRefinitiv, die Contributions Channel Cloud und ein Deal Tracker Service sowie Eikon Auctions.
LSE hatte im Januar für 27 Milliarden Dollar Refinitiv übernommen. Der Datenanbieter hat mehr als 40'000 Kunden und 400'000 Endnutzer. Auch Thomson Reuters, die Muttergesellschaft der Nachrichtenagentur 'Reuters', hält nach der Refinitiv-Übernahme durch die LSE einen 15-prozentigen Anteil an dem Börsenbetreiber.

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