Erste Beamer-Handys schon bald auf dem Markt?

8. Juli 2009, 13:54
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    Taiwanischen Medienberichten zufolge hat der taiwanische Hersteller Foxlink mit der Entwicklung von Mikroprojektormodulen für die Verwendung in Handys und Smartphones begonnen.

    Taiwanischen Medienberichten zufolge hat der taiwanische Hersteller Foxlink mit der Entwicklung von Mikroprojektormodulen für die Verwendung in Handys und Smartphones begonnen. Erste Muster sollen zu Testzwecken bereits an Hersteller verschickt worden sein. Foxlink soll des Weiteren mit einem europäischen Mobiltelefonspezialisten zusammenarbeiten. Namen wurden noch nicht genannt, taiwanische Branchenbeobachter berichten jedoch, dass Foxlink gute Kontakte zu Nokia haben soll. Mit Geräten für Endanwender könne noch in diesem gerechnet werden. Hersteller Foxlink will seine Minibeamer-Module bereits im vierten Quartal in Serie produzieren und an die Handyhersteller ausliefern.
    Experten stehen Beamer-Handys noch recht skeptisch gegenüber. "Damit kann man nur ein brauchbares Bild erzielen, wenn man in völliger Dunkelheit auf eine A4-Seite projiziert", so der Experte für Präsentationstechnik Christian Vogrin gegenüber 'pressetext'. "Für professionelle Präsentationen ist die Technik ungeeignet, es ist eher ein nettes Gimmick. Die Auflösung reicht nicht für eine Datenprojektion in vernünftiger Qualität. Für kurze Filmclips oder TV in abgedunkelten Räumen ist es schon eher geeignet", so Vogrin. Beamer-Handys werden in erster Linie als Statussymbol dienen, glaubt er: "Man fällt auf mit so einem Ding." Einen Einsatzbereich sieht er für die Projektionshandys dann aber doch. "Wenn man nur kurz privat etwas vorführen will, dann ist der Miniprojektor trotzdem besser als das kleine Handy-Display".
    Zuletzt hatte Samsung für Aufsehen gesorgt, als der südkoreanische Elektronikspezialist im Februar ein erstes Beamer-Handy präsentierte. Das Gerät wird mittlerweile in Serie produziert, ist jedoch nur auf dem südkoreanischen Markt erhältlich. Der von Texas Instruments entwickelte Mini-Beamer, der in Samsungs Gerät zum Einsatz kommt, schafft eine Auflösung von 480 mal 320 Bildpunkten, die er mit einer Diagonale von rund 1,3 Metern an die Wand projiziert. Die Lichtstärke dieses Geräts beträgt zehn Lumen.
    Die genauen Spezifikationen der Beamer-Elemente von Foxlink sind noch nicht bekannt, sie dürften aber denen von Samsungs Modulen ähneln. "Durch die Grösse ist die Leistungsfähigkeit der Geräte begrenzt. Stärkere Projektoren können wegen des höheren Stromverbrauchs und der höheren Hitzeentwicklung nicht in Handys eingebaut werden", so Vogrin. In den nächsten fünf Jahren kann sich der Experte auf dem Gebiet der Beamer-Handys keine wesentliche Fortschritte vorstellen: "Da müssten schon technische Quantensprünge passieren". (pte)

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