Erste "entbündelte" Angebote von VTX – Preiserhöhung für Telefonanschluss wird nicht auf Kunden abgewälzt

17. April 2007, 15:55
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Der Westschweizer Provider VTX bringt "in den nächsten Tagen" verschiedene "ADSL2+"-Technologie auf den Markt. Das Einsteigerangebot mit 8 Mbps kostet 47 Franken pro Monat und beinhaltet auch die Möglichkeit, über das Web zu telefonieren. VTX arbeitet darüber hinaus an neuen Angeboten wie TV und Video on demand, die im Herbst lanciert werden sollen.
Die Angebote preist VTX als Resultat der Entbündelung an, die per 1. April in Kraft getreten ist. Die Swisscom muss der Konkurrenz die Kupferkabel der Hausanschlüsse "gegen Entschädigung" zur Verfügung stellen. Da die Preise und Vertragsbedingungen der Entbündelung noch nicht feststehen, hat sich VTX vorsorglich dafür entschieden, die Preiserhöhung des Teilnehmeranschlusses um über 8 Franken auf 33 Franken nicht auf die Kunden abzuwälzen.
Das ist zwar gut für die Kunden, doch für VTX scheint es gewagt. Ist doch derzeit noch nicht abzusehen, wann und ob überhaupt sich die Parteien auf einen Preis einigen können. Selbst wenn die Kommunikationskommission ComCom einen Preis festlegen wird, könnte Swisscom den Entscheid anfechten. ComCom-Präsident Marc Furrer glaubt, dass es noch bis zu anderthalb Jahre dauern könnte, bis ein Preis feststehen wird. Dass der Preis gesenkt wird – dafür besteht keine Garantie. (mim)

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