Erste PCs mit Windows 10 on ARM sollen 20 Stunden laufen

11. Dezember 2017, 10:55
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"Always Connected PCs" heisst das neueste Angebot von Microsoft mit diversen Hardware-Partnern.

"Always Connected PCs" heisst das neueste Angebot von Microsoft mit diversen Hardware-Partnern. Es wurde am Qualcomm Snapdragon Summit letzte Woche vorgestellt und weil es der Event des Chipherstellers ist, basiert es auch auf dessen Innovationen.
Konkret angekündigt werden neue Windows-10-Devices auf Basis des Qualcomm-Snapdragon 835-Chip, der bislang Smartphones vorbehalten war. In Kürze gebe es Snapdragon-Notebooks mit Windows 10 S auf ARM-Basis, so die Mitteilung.
Da die ARM-Architektur als besonders stromsparend gilt, will man speziell mit langen Akkulaufzeiten überzeugen. Asus und HP werden die ersten Hersteller mit entsprechenden Devices sein.
Asus NovaGo kommt mit dem Snapdragon 835 Prozessor mit X16 LTE und soll eine Batterielaufzeit von bis zu 22 Stunden bieten, gar bis zu 30 Tage im Stand-by-Modus, so die Ankündigung.
Der ebenfalls angekündigte Convertible HP Envy x2 mit 4G LTE2 habe eine Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden.
Das "Always Connected"-Konzept ist nicht nur stromsparend, es beinhaltet bei beiden Herstellern gleichzeitig schnelle LTE-Konnektivität basierend auf LTE-Modems von Qualcomm.
Asus wie HP bringen die Modelle in der ersten Jahreshälfte 2018 auf den Markt.
Microsoft positioniert die neuen "Always Connected"-Geräte nicht nur für Private. Auch Unternehmen sollen wegen der Akkulaufzeit und der mobilen Internetanbindung überzeugt werden, die neuen Devices seien nämlich für den mobilen Arbeitsalltag geeignet.
Laut 'chip.de' verfügen die Geräte über ein auf die Snapdragon-Plattform angepasstes Windows 10 S. Dies sei eine vollwertige Version, auch wenn man nur Apps aus dem Microsoft Store installieren kann. Der Vorteil sei, so lässt sich Microsoft zitieren, dass dann alle Apps für die ARM-Plattform optimiert seien.
Ob die Laufzeiten den Labortests entsprechen und die Verschmelzung von Smartphone und PC gelingt, wird sich zeigen. Der erste Versuch in diese Richtung, Windows RT, der zeitgleich mit Windows 8 erschien, scheiterte an den fehlenden Apps. Der neue Vorstoss soll von Erfolg gekrönt sein, weil ein Emulator für normale 32-Bit-Windows-Programme implementiert sei. (mag)

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