Erster Solid-State-Drive mit einem Terabyte

12. Januar 2009, 12:36
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Flash-Speicher basierte "Solid State Drives" holen in Punkto Kapazität verglichen mit traditionellen Harddisks schnell auf.

Flash-Speicher basierte "Solid State Drives" holen in Punkto Kapazität verglichen mit traditionellen Harddisks schnell auf. Mit dem Spitzenmodell seiner "Nitro Series" hat der kleine Hersteller pureSilicon der gestern zu Ende gegangenen Consumer Electronics Show (CES) den erste Solid-State-Drive mit einem Terabyte Speicherkapazität vorgestellt. Die kompakte Flash-Harddisk ist speziell für Server- und Hochleistungs-Umgebungen gedacht.
Mit einem Terabyte Kapazität im 2,5-Zoll-Formfaktor nutzt das pureSilicon-Spitzenmodell das vorhandene Volumen sehr effizient. 15,4 Gigabyte (GB) pro Kubikzentimeter sind laut Hersteller mindestens dreimal so viel wie bei jeder anderen SSD auf dem Markt. Die SSDs der Nitro-Serie sind für Betriebsumgebungen gedacht, wo es auf hohe Datendurchsatzraten ankommt. Für die 1-TB-Modelle kündigt der Hersteller hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 240 Megabyte pro Sekunde respektive 215 Megabyte pro Sekunde in Aussicht. Verfügbar soll das Terabyte-SSD ab dem dritten Quartal 2009 sein, einen Preis hat pureSilicion noch nicht bekannt gegeben. Er dürfte aber, wie bei Hochleistungs-SSD üblich, recht hoch ausfallen.
SanDisk zeigte ebenfalls neue SSDs auf der CES. SanDisk setzt mit seiner G3-Produktlinie auf SSDs als Festplatten-Ersatz in Notebooks. "Mit ihren außergewöhnlichen Kapazitäten und einer attraktiven Preisgestaltung werden die SSDs im neuen Jahr den Mainstream-Markt für Geschäfts-Notebooks erobern", ist Rich Heye, Senior Vice President und General Manager SanDisk SSD Business Unit, überzeugt.
Gerade beim Preis sagt SanDisk mit den 'C25-G3' und 'C18-G3' im 2,5- respektive 1,8-Zoll-Formfaktor der Konkurrenz den Kampf an. Das mit 240 GB kapazitätsstärkste Modell wird ab etwa Jahresmitte für rund 500 Dollar zu haben sein, eine 120-GB-Version für knapp 250 Dollar. Die von SanDisk angegebenen Schreibgeschwindigkeit von 140 MBps wäre rund doppelt so hoch wie bei Intels Mainstream-SSD 'X25-M'.
Auch der RAM- und Flashspeicherspezialist Kingston hatte an der CES eine Ankündigung in Sachen SSDs. Allerdings will Kingston anscheinend vorerst keine eigenen SSDs entwickeln. Kingston hat einen Vertriebsvertrag mit Intel unterschrieben und wird unter dem Produktenamen "SSDNow" deren SSDs vertreiben. (hjm/pte)

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