Erster Vista-Virus kommt erst später

8. August 2005, 15:04
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Entwarnung für Windows Vista, aber nicht für Exchange- und Serverversionen.

Entwarnung für Windows Vista, aber nicht für Exchange- und Serverversionen.
Letzte Woche meldete F-Secure, dass für das noch nicht erschienene neue Betriebssystem von Microsoft, Windows Vista, bereits mehrere Virenprototypen im Umlauf seien. Genau genommen handelt es sich um so genannte Proof-of-Concept-Viren, also quasi "Machbarkeits-Viren", die zeigen sollen, das ein Sicherheitsproblem besteht. Das Leck soll sich in Microsofts Command Shell (MSH) befinden. Die MSH wird bei Microsoft unter dem Codenamen "Monad" entwickelt und der österreichische Urheber des Virenprototyps nannte ihn dementsprechend "Danom".
Nun sagte Microsoft in einer Stellungnahme, dass die MSH "Monad" nicht mit dem neuen Betriebssystem ausgeliefert werden soll. "Es besteht kein Risiko für Microsoft-Kunden", sagte Microsofts Stephen Toulouse. "Monad" werde für Windows-Plattformen in Erwägung gezogen, die erst in drei bis fünf Jahren auf den Markt kommen werden.
Ob dies wirklich als Entwarnung zu verstehen ist, scheint fraglich. Es besteht zwar kein Virusprototyp für Windows Vista, dafür für die nächste Exchange-Version oder für die Nachfolgeversion von Windows Server 2003 (Codename Longhorn Server 2007). Denn in diesen Programmen soll laut einer Sprecherin "Monad" sehrwahrscheinlich zur Anwendung kommen. (mim)

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