Erstmals seit zehn Jahren: Swisscom schreibt rot

15. Februar 2012, 07:00
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Swisscom verzeichnet zum ersten Mal seit 2002 Verluste in einem Quartal - wegen Wertberichtigung von Fastweb.

Swisscom verzeichnet zum ersten Mal seit 2002 Verluste in einem Quartal - wegen Wertberichtigung von Fastweb.
Swisscom rutscht im vierten Quartal 2011 in die roten Zahlen und das zum ersten Mal seit fast einer Dekade, wie Bloomberg schreibt. Der Verlust beträgt laut dem Geschäftsbericht rund 834 Millionen Franken. Im selben Quartal wurde letztes Jahr 379 Millionen Gewinn gemacht. Der Nettoumsatz sinkt im letzten Quartal 2011 kaum von 3 auf 2,9 Milliarden Franken.
Harziges 2011
Das ganze Geschäftsjahr 2011 verlief beim Grossunternehmen Swisscom harzig. Der Reingewinn ist im letzten Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 61,2 Prozent auf 694 Millionen Franken eingebrochen. Grund für diese Einbussen ist die im Dezember bekannt gewordene Abschreibung von 1,3 Milliarden Franken im Zusammenhang mit den Problemen bei der italienischen-Tochterfirma Fastweb. Auch die Nettoumsätze sind um 4,3 Prozent auf rund 11,5 Milliarden Franken gesunken.
Für das Geschäftsjahr 2012 will Swisscom mehr Investitionen tätigen und zwar bis zu 2,2 Milliarden Franken. Dabei sollen 1,7 Milliarden im Schweizer Geschäft investiert werden. Das bedeutet eine Zunahme von 100 Millionen Franken. (lvb)

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