"Es war eine brutal schwierige Zeit"

14. Mai 2009, 13:37
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Die Schweizer Niederlassung von Fujitsu Technology Solutions hat die Restrukturierung nach der Trennung von Siemens hinter sich gebracht. Nun will man sich aufs Geschäft konzentrieren.

Die Schweizer Niederlassung von Fujitsu Technology Solutions hat die Restrukturierung nach der Trennung von Siemens hinter sich gebracht. Nun will man sich aufs Geschäft konzentrieren.
Manuel Gutierrez mag keine markanten Sprüche. Der ehemalige Schweizer Chef von Avaya und StorageTek weiss, wie es im IT-Business läuft: "Ich bin nicht einer derjenigen, die beim Stellenantritt grosse Versprechungen machen", sagt er. Am vergangenen 1. Februar hat der bald 46-Jährige als Managing Director Switzerland die Verantwortung für das Schweizer Geschäft von Fujitsu Technology Solutions übernommen. Das Unternehmen entstand am 1. April 2009, nachdem Siemens aus dem Joint-Venture Fujitsu Siemens Computers (FSC) ausgestiegen war.
Insgesamt 350 Personen
Im Gespräch mit inside-it.ch spricht er besonnen und ruhig über die Zukunft. Einen zitierfähigen Spruch gibt er dann aber doch zu Protokoll, und zwar wenn man ihn auf die turbulente Trennung von Fujitsu und Siemens anspricht: "Es war eine brutal schwierige Zeit."
Doch mittlerweile habe man die Restrukturierung abgeschlossen, so Gutierrez. Seit Anfang Jahr seien um die 20 Jobs gestrichen worden. Man sei nun bereits dabei, im Service- und im Sales-Bereich die Belegschaft aufzustocken. Fujitsu beschäftigt in der Schweiz insgesamt um die 350 Personen, vorwiegend in Regensdorf. Der Umsatz beträgt schätzungsweise um die 200 Millionen Franken. Man sei in der Schweiz "knapp profitabel", so Gutierrez.
Früher gab es drei separate Unternehmen: Den PC- und Serverhersteller FSC, den Consulting-Arm Fujitsu Services und die ehemalige Siemens-Abteilung IT Product Services (ITPS). ITPS wurde bereits Anfang Jahr in Fujitsu Technology Solutions integriert. Fujitsu Services soll gemäss Gutierrez voraussichtlich bis Ende Oktober integriert sein.
Bis dann sollte auch die neue Unternehmensorganisation die schwierige Anfangsphase überstanden haben. Gemäss Gutierrez wurde das Businessmodell komplett umgebaut: Weg vom Zentralismus, hin zu einer einheitlicheren Organisation. Hinzu komme, dass man nun ein globaler IT-Komplettanbieter sei – als Nummer drei hinter HP und IBM. FSC war in der Vergangenheit vor allem als europäischer PC-Hersteller wahrgenommen worden.
Was Gutierrez zum Consumer- und zum Channel-Business sagt, lesen Sie in unserem Artikel auf inside-channels.ch, unserer News-Site für den Schweizer ICT-Channel. (Maurizio Minetti)

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