ETH-Erdbebendienst reagiert auf Erreichbarkeitsprobleme

26. Oktober 2020, 15:57
  • schweiz
  • hochschule
  • e-government
image

Nach dem Erbeben in Elm wurde die Site von Zugriffen überflutet. Im Frühling wird die Infrastruktur erneuert.

Nach dem Erdbeben im Glarnerland vom Sonntagabend war die Webseite des Erdbebendienstes der ETH Zürich zeitweise nicht erreichbar. Das passiert bei solchen Ereignissen immer wieder. Die Situation soll sich nun aber bis zum nächsten Frühling verbessern.
Der Erdbebendienst sei sich der zeitweisen Erreichbarkeitsprobleme der Webseite bewusst, sagte Michèle Marti, Mediensprecherin des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED) an der ETH Zürich auf Nachfrage von 'Keystone-sda'.
Bei einem Ereignis wie dem Erdbeben im Glarnerland würden mehrere hunderttausend Menschen in kurzer Zeit auf die Webseite zugreifen. Dazu aktualisiere die Webseite die Informationen alle 30 Sekunden, etwa mit Daten zu Nachbeben. "Diese Aktualität ist uns wichtig", sagte Marti.
Aber es sei schwierig, eine Infrastruktur bereitzustellen, die mit solch konzentrierten Zugriffshäufungen umgehen könne. Damit kämpften Erdbebendienste weltweit. Auf nächsten Frühling sei deshalb eine Erneuerung der Hardware geplant, um besser auf hohe Zugriffszahlen reagieren zu können, so Marti.
Im Kanton Glarus hatte am Sonntagabend mehrmals die Erde gebebt. Das Epizentrum befand sich bei Elm. Das stärkste Beben wurde gemäss SED um 20.35 Uhr mit einer Magnitude von etwa 4,4 registriert. Erdbeben dieser Stärke sind in der Schweiz eher selten.

Loading

Mehr zum Thema

image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

ALV braucht IT-Know-how für bis zu 55 Millionen Franken

In 8 Arbeitsgebieten sucht das Seco Digitalisierungs-Knowhow für die RAVs und die Arbeitslosenversicherung.

publiziert am 30.9.2022
image

Palantir übernimmt 230-Millionen-Auftrag, um US-Drohnen effizienter zu machen

Der opake Datenanalyse-Konzern des rechtslibertären Milliardärs Peter Thiel gibt auch in Europa wieder zu Reden. CEO Alex Karp inszeniert sich als kritischer Geist.

publiziert am 30.9.2022
image

Bund soll Frauen­anteil in MINT-Berufen genauer untersuchen

Ein neuer Bericht soll zeigen, ob und wie bisherige Massnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils im MINT-Bereich wirken und welche neuen Massnahmen es braucht.

publiziert am 30.9.2022