ETH kreiert Baukasten für 3D-Animationen

26. Juni 2014, 13:42
  • technologien
  • f&e
  • eth
image

ETH-Forscher haben eine Art zusammensetzbaren "Joystick" entwickelt, mit dem sich 3D-Figuren am Computer spielend leicht animieren lassen (--https://www.

ETH-Forscher haben eine Art zusammensetzbaren "Joystick" entwickelt, mit dem sich 3D-Figuren am Computer spielend leicht animieren lassen (Youtube-Video). Ihre Erfindung stellen sie im August an der Jahreskonferenz der Association for Computing Machinery (ACM) in Vancouver vor.
Normalerweise müssen Animationskünstler für bewegte 3D-Figuren jede Bewegung am Computer einzeln definieren, was zeitaufwändig und mühsam ist, wie die ETH Zürich am Donnerstag mitteilte. Manchmal können sie auf Puppen als Modell ausweichen, die aber zumeist eine vordefinierte - meist menschliche - Form haben.
Mit dem neuen Bausatz, den das Team um Olga Sorkine-Hornung vom Interactive Geometry Lab entwickelt hat, lässt sich jede gewünschte Figur - vom Dinosaurier bis zur Märchenfigur - naturgetreu in Bewegung setzen. Er besteht aus einzelnen, im 3D-Drucker gedruckten mechanischen Gelenken aus Plastik, die - wie bei Meccano-Baukästen - in jeder beliebigen Form zusammengesteckt werden können.
In jedem Gelenk der Bausteine stecken Sensoren, die den Winkel der Beuge- oder Drehbewegung präzise messen. Diese Information wird an eine Software übertragen, die dann die entsprechende Bewegung der virtuellen Figur errechnet und in Echtzeit am Bildschirm ausführt.
Die Software hilft dem Künstler, indem sie die Gelenke des selbst- zusammengesetzten Geräts mit den virtuellen Gelenken der Animation verknüpft. Proportionsunterschiede spielen dabei keine Rolle - ein langer Giraffenhals kann mit einem kurzen "Joystick"-Hals gesteuert werden, indem die Software die "Knochen" virtuell verlängert. Das System könne auch auf bereits existierende virtuelle Figuren angewendet werden.
Die Forschenden haben die Pläne für die Bausteine ihres Geräts als "Open Hardware" öffentlich zugänglich gemacht, um damit weitere Forschung anzustossen. Eine Möglichkeit, um das Design zu verbessern, sehen sie in Kugelgelenken - ähnlich dem menschlichen Schultergelenk. Das würde es weiter vereinfachen, die Hightech-Puppe zu verformen.
Die Forschenden überlegen nun, ob sie ein Set aus 25 fertigen Bausteinen zum Kauf anbieten wollen, teilte die ETH mit. (sda/mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

Elektroflugzeug E-Sling hebt ab

Das von ETH-​Studierenden entwickelte vierplätzige E-Flugzeug ist zum ersten Mal abgehoben. Am Projekt wurde im Innovationspark in Dübendorf gearbeitet.

publiziert am 30.9.2022
image

Hausmitteilung: Aus C36daily wird ICT Ticker

Wir modernisieren den ICT-Medienspiegel C36daily und geben diesen neu unter dem Namen ICT Ticker heraus. Am bisherigen Format mit kuratierten Inhalten ändert sich nichts.

publiziert am 30.9.2022
image

Wie es um die Umstellung zur QR-Rechnung steht

Die roten und orangen Einzahlungsscheine gehen in den Ruhestand. Wir blicken auf die Einführung der QR-Rechnung zurück und haben bei SIX und Anbietern von Business-Software zum aktuellen Stand nachgefragt.

publiziert am 29.9.2022 5
image

Googles Suchfunktion erhält neue Features

Die visuelle Suche wurde verbessert und es gibt neu einen Suchoperator, mit dem sich Ergebnisse aus der unmittelbaren Umgebung anzeigen lassen.

publiziert am 29.9.2022