ETH setzt auf HANA

31. August 2015, 09:42
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ETH Zürich will S/4HANA einführen. Aber nicht von heute auf morgen

ETH Zürich will S/4HANA einführen. In einem ersten Schritt werden die Oracle-Datenbanken für die SAP-Systeme ersetzt.
Der Zuschlagsentscheid vom August hat uns aufhorchen lassen: Die ETH Zürich beschafft bei SAP Lizenzen für S/4HANA. Unter diesem Namen propagiert der deutsche ERP-Riese die neueste Generation seiner Geschäftslösungen.
In einem ersten Schritt will die ETH Zürich nun die bestehenden SAP-Systeme, es geht um Module für Finanzen, Personalwesen, Logistik und Business Warehouse, mit neuen Datenbanken ausrüsten, so Markus Knaus, Leiter der Abteilung Controlling an der ETH Zürich. Die bisherigen Oracle-Datenbanken werden dabei durch SAPs eigene In-Memory-Datenbanken HANA vollständig ersetzt. Damit vermeidet die technische Hochschule, Datenbank-Lizenzen doppelt bezahlen zu müssen.
Erst in einem späteren Schritt wird die ETH Zürich, die mit über 10’000 Mitarbeitenden auch eine sehr grosse Institution ist, S/4HANA einführen. Das wird allerdings kein leichtes Unterfangen sein, müssen doch fachspezifische Anpassungen der bisherigen SAP-Lösung in das neue System übernommen werden. Der Schritt hin zur allerneuesten Generation der SAP-Software, den in der Schweiz noch die wenigsten Organisationen gewagt haben, wurde sorgfältig überlegt.
Die ETH Zürich passt derzeit ihre überwiegend aus den 1990er Jahren stammenden SAP ERP Lösungen an die veränderten regulatorischen Bedürfnisse an. In diesem Kontext habe sich gezeigt, dass die neue Produktgeneration des ERP-Riesen nicht einfach ein neues Etikett für ein altes Produkt ist, sondern die zukunftsfähige Grundlage für die kommenden Jahre, meint Knaus, der sich im Gespräch durchaus SAP-kritisch zeigt.
Die ETH Zürich hat den Zeitpunkt für die Neubeschaffung der zentralen Business-Software vermutlich gut gewählt. SAP dürfte bei den Preisverhandlungen derzeit etwas konzilianter als üblich gewesen sein, um rasch möglichst viele und möglichst bekannte Kunden vorzeigen zu können, die es wagen, auf die neue Software-Generation umzusteigen. (hc)

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