ETH setzt weiter auf CSCS

14. Juli 2011, 08:49
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Die ETH beklagt einen Geldmangel. An ihren Hochleistungsrechnern im Tessin will sie aber nicht rütteln.

Die ETH beklagt einen Geldmangel. An ihren Hochleistungsrechnern im Tessin will sie aber nicht rütteln.
Der zehnköpfige ETH-Rat als Führungs- und Aufsichtsorgan der Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) warnt vor Geldknappheit: Die steigenden Studierendenzahlen aber auch einige strategische Projekt würden nach mehr Mitteln verlangen. Der ETH-Rat beschäftigte sich an seiner Sitzung vom 6. und 7. Juli 2011 mit den finanziellen Perspektiven des ETH-Bereichs.
"Es gibt Anzeichen, wonach der Bund die finanziellen Erwartungen des ETH-Bereichs nicht wird erfüllen können. Der ETH-Rat ist darüber besorgt und verlangt, dass der Grundauftrag sowie die fürs Land so wichtigen strategischen Projekte finanziell ermöglicht werden", lässt sich Fritz Schiesser, Präsident des ETH-Rats, in der Mitteilung zitieren.
Neues Supercomputer-Flaggschiff
Insbesondere will der ETH-Rat keine Abstriche bei den Supercomputern. So sollen am Centro di Supercalcolo Scientifico (CSCS) an der ETH Zürich im Tessin bis im Jahr 2016 ein weiterer Hochleistungscomputer als Flaggschiffmaschine angeschafft werden. Zudem gelte es, die Verankerung des CSCS als Nutzerlabor für die Bildungs- und Forschungslandschaft sowie ihre anspruchsvollsten Projekte zu sichern.
Weitere mittelintensive Projekte, an denen der Rat festhalten will, sind das Freie Elektronen Röntgen-Laser SwissFEL am PSI und das Neuroinformatikprojekt Blue Brain an der EPFL. Für die beiden Leistungsperioden 2012 sowie 2013-2016 hatte der ETH-Rat seine Strategische Planung bereits im Herbst 2010 festgelegt und dafür ein jährliches Wachstum der Grundfinanzierung des Bundes in der Höhe von 6% verlangt. (pk)

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