ETH Zürich setzt sich neue Ziele in der ICT-Forschung

8. März 2021, 15:49
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KI, ML, Security, Quantencomputer, Data Science: Die ETH will zudem auch das Verständnis für Chancen und Risiken neuer Technologien fördern.

Die ETH Zürich hat einen Strategie- und Entwicklungsplan für die Jahre 2021 bis 2024 erarbeitet und diesen nun publiziert. Als groben Rahmen für die Planung hat die Hochschule darin vier strategische Handlungsfelder definiert. Die Handlungsfelder sollen Raum sowohl für ergebnisoffene Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung und neue Lehrprogramme bieten. Neben "Gesundheit und Medizin", "Materialien und Fertigungstechnologien" sowie "Verantwortung und Nachhaltigkeit" ist "Daten und Information" eines dieser vier Handlungsfelder.
Digitalisierung, soziale Netzwerke, künstliche Intelligenz und andere in der Informationstechnologie verwurzelte Innovationen würden unsere Gesellschaft durchdringen, so die ETH. Die Konsequenzen dieser Umwälzungen, zum Beispiel Veränderungen in der Arbeitswelt oder auch Fragen der Sicherheit und Privatsphären seien tiefgreifend und eng mit technologischen Entwicklungen verknüpft. Eines der Hauptziele der Schule sei es, ihre führende Stellung in der Forschung in Disziplinen wie den Datenwissenschaften, Cybersicherheit, künstliche Intelligenz und maschinellem Lernen zu sichern. Gleichzeitig gelte es auch, das Verständnis für Chancen und Risiken der neuen Technologien unter Berücksichtigung ethischer Fragestellungen zu fördern

Spezielle Bedeutung für Quantum Engineering und Computing

Allgemein sollen in der Planungsperiode von 2021 bis 2024 mehr Kapazitäten geschaffen und die Verbindung zwischen den Kernbereichen Informatik, Mathematik, Elektrotechnik und Informationstechnologie und allen weiteren an der ETH vertretenen Disziplinen gestärkt werden.
Innerhalb des Bereichs "Daten und Information" soll Quantum Engineering und Computing einen besonderen Platz einnehmen. Durch ihren strategischen Einsatz in diesem Bereich wolle man die Entwicklung neuer Quanten-Hard- und Software mitgestalten und das Fundament für künftige Anwendungen legen, so die Hochschule. Eine zentrale Rolle soll dabei das im vergangenen Dezember eröffnete Zentrum für Quantenforschung übernehmen.
Eine ebenso zentrale Rolle soll das im Oktober 2020 lancierte "ETH AI Center" im Bereich Künstliche Intelligenz übernehmen. Es soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit fördern und die Aufnahme neuer Entwicklungen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz in den Natur-, Gesundheits- und Umweltwissenschaften sowie in der Robotik vorantreiben.

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