"Etwas hemdsärmlig"

11. März 2005, 17:18
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  • topsoft
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Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht

Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht
Normalerweise glauben wir nicht unbedingt an den Segen von Privatisierung. So finden wir es immer wieder erstaunlich, dass ein Bahnbillet vom Londoner Flughafen in die Innenstadt mehr kostet als das Flugticket. Doch die Privatisierung, die vergangen Dienstag und Mittwoch im "Bally-Lab" in Schönenwerd über die Bühne ging, war gut. Und die ehemaligen Fabrik-Halle von Bally strahlte eindeutig mehr Geschäftsatmosphäre aus, als die völlig überhitzte Turnhalle in Windisch. Einzig ein bisschen weniger eng dürfte es aber schon sein.
Die meisten Aussteller sagten dem Schreibenden, es habe mehr Besucher als letztes Jahr. Trotzdem zeigte das Drehkreuz am Eingang zur Topsoft dieses Jahr keine Steigerung der Besucherzahlen gegenüber letztes Jahr, sagt Topsoft-Mitorganisator Marcel Siegenthaler. Ob es wohl daran lag, dass man letztes Jahr alleine schon aus Gesundheitsgründen alle 45 Minuten an die frische Luft eilen musste?
Verbesserungspotential im Apéro-Management
Doch wir wollen die privatisierte Topsoft (sie gehörte früher der Fachhochschule Nordwestschweiz) nicht in den Himmel loben. In der Organisation des Aussteller-Apéros haben schmid + siegenthaler eindeutig noch Verbesserungspotential. Es ist zwar sympathisch, dass die Messebesitzer gleich selbst die schweren Bühnenelemente durch die Halle schleppen, doch gelang es ihnen nicht wirklich, die anfangs zahlreichen Apéro-Gäste zu fesseln. Ziemlich langfädig wurden da die Freunde der Messe, die seit 10 Jahren dem ERP-Anlass die Treue halten, mit einem Metallkunstwerk von umstrittenen künstlerischen Wert aber unbestreitbar hohem Gewicht geehrt.
Siegenthaler nimmt unsere Kritik gelassen: "Es war halt Topsoft-like hemdsärmlig."
Und ausserdem...
Einige Aussteller der letzten Jahre trafen wir nicht mehr im Solothurnischen Schönenwerd an. So fehlten die Spezialisten für Kleinfirmen, BusPro und Q-Soft und Armin Fröhlis Probyt war nicht zu sehen. Nicht mal mit einer (Ottos)-Fahne. Dafür waren trafen wir den ehemaligen Chef von Infor Schweiz, Thilo Heffner. Seine Firma heisst nun entana Business Solutions und vertreibt mobile Lösungen und Software für Dokumenten- und Qualitätsmanagent und für Maschinendatenerfassung. Noch einen guten alten Bekannten trafen wir am Stand des Navision-Spezialisten Nexgen. Jürg Schweizer, vom untergegangenen Assemblierer und Subdisti Kanyon ist jetzt bei Nexgen für das Hardware-Business zuständig. (Christoph Hugenschmidt)
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