EU-Busse für Smartcard-Chiphersteller

3. September 2014, 12:30
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Infineon, Philips und Samsung sollen wegen Kartellbildung im Markt für Smartcard-Chips, die sich in Handys, Ausweisen und anderen Karten finden, der EU zusammen rund 138 Millionen Euro Busse zahlen.

Infineon, Philips und Samsung sollen wegen Kartellbildung im Markt für Smartcard-Chips, die sich in Handys, Ausweisen und anderen Karten finden, der EU zusammen rund 138 Millionen Euro Busse zahlen.
Die Firmen hätten sich MItte des letzten Jahrzehnts zu Lasten ihrer Kunden und letztlich der Konsumenten unzulässig über Preise, Marktverhalten und andere Geschäftsinformationen ausgetauscht, teilte die EU-Kommission heute in Brüssel mit.
Den Löwenanteil soll mit fast 83 Millionen Euro die deutsche Infineon begleichen. Die Strafe fielen für Philips mit 20 Millionen und Samsung mit 35 Millionen deutlich geringer aus
Die Absprachen wurden laut EU zwischen September 2003 und 2005 getroffen. Das ebenfalls beteiligte Unternehmen Renesas, damals eine Tochter von Hitachi und Mitsubishi, zeigte das Kartell schliesslich an und muss dank Kronzeugenregelung keine Strafe zahlen, wie die Kommission erklärte.
Die Unternehmen können gegen den Bescheid der EU-Kommission klagen. Auf der anderen Seite können die damaligen Kunden und sonstige Geschädigte noch Schadenersatz geltend machen.
Smartcard-Chips kommen in SIM-Karten von Mobiltelefonen, Bankkarten, Personalausweisen und Pässen, in Pay-TV-Karten und anderswo zum Einsatz. Sie dienen etwa zum Speichern von Telefonnummern oder zur Verschlüsselung von Daten. (sda)

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