EU: Einheitliche Handy-Ladegeräte ab nächstem Jahr

29. Juni 2009, 12:53
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    "Freiwillige" Einigung der grossen Hersteller (auf Druck der EU-Kommission).

    "Freiwillige" Einigung der grossen Hersteller (auf Druck der EU-Kommission).
    Das freut die EU-Kommission und wird wohl auch die meisten Handy-Anwender in der ganzen Europäischen Union freuen: Das Wirwarr der vielen unterschiedlichen und nicht austauschbaren Ladegeräte für Handys soll bald der Vergangenheit angehören. Alte Ladegeräte haben dann nicht mehr automatisch ausgedient, wenn man ein anderes Handy ersteht, und notfalls kann man sein xy-Handy auch mal mit dem xx-Ladegerät der Kollegin aufladen.
    Wie die Kommission heute morgen mittteilte, haben die Hersteller Apple, LG, Motorola, NEC, Nokia, Qualcomm, Research in Motion (RIM), Samsung, Sony Ericsson und Texas Instruments eine Absichtserklärung zur Standardisierung der Ladegräte unterzeichnet und der Kommission vorgelegt. Darin verpflichtet sich die Industrie, für die Kompatibilität der Ladegeräte auf der Grundlage eines Micro-USB-Steckers zu sorgen. Die erste Generation der neuen, nicht an ein bestimmtes Ladegerät gebundenen Mobiltelefone dürfte ab dem nächsten Jahr auf dem EU-Markt erhältlich sein, schreibt die Kommission. Steht nur zu hoffen, dass die Hersteller die neuen Modelle mit standardisierten Ladesteckern dann auch in der Schweiz einführen.
    Die bisher fehlende Kompatibilität, so die Kommission, sei ein grosser Nachteil für die Benutzer und führe darüber hinaus zu viel überflüssigem Müll. Deshalb habe die Kommission die Industrie "aufgefordert, sich freiwillig zur Lösung dieses Problems zu verpflichten." Die Standardisierung entspricht unter anderem auch einem schon seit langem geäusserten Wunsch der Telekommunikationsunternehmen, dem die Hersteller aber bisher nicht nachkamen.
    Das Druckmittel der Kommission war eine gesetzliche Regelung, falls die Variante mit der freiwilligen Standardisierung noch länger nicht geklappt hätte. Darauf wird nun verzichtet: "Ich bin auch sehr froh, dass diese Lösung im Zuge der Selbstregulierung gefunden wurde. Die Kommission hält die Einführung von Rechtsvorschriften folglich nicht für erforderlich", kommentiert Kommissions-Vizepräsident Günter Verheugen. (Hans Jörg Maron)

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