EU erlaubt Übernahme von LinkedIn durch Microsoft unter Auflagen

7. Dezember 2016, 09:55
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Die EU-Kommission erlaubt Microsoft die Übernahme von LinkedIn – stellt aber eine Reihe von Bedingungen.

Die EU-Kommission erlaubt Microsoft die Übernahme von LinkedIn – stellt aber eine Reihe von Bedingungen. Die Auflagen sollen sicherstellen, dass es weiterhin genug Konkurrenz zwischen Karriere-Netzwerken in Europa gibt, teilten die Brüsseler Wettbewerbshüter gestern mit. Microsofts Zusagen gelten für eine Dauer von fünf Jahren im gesamten europäischen Wirtschaftsraum.
Die Redmonder haben zugesagt, dass PC-Hersteller und Händler nicht gezwungen werden, LinkedIn in Windows zu installieren. Wenn das Betriebssystem vorinstalliert ist, müssen Nutzer LinkedIn entfernen können. Andere Anbieter von Karriere-Netzwerken müssen die Möglichkeit haben, ihre Produkte mindestens so kompatibel mit dem Microsoft-Office-Paket zu halten, wie sie es heute sind.
Schliesslich müssen andere Anbieter Zugang zum Softwareentwickler-Portal "Microsoft Graph" bekommen. Das Portal wird für die Entwicklung von Anwendungen und Diensten genutzt, die mit Zustimmung des Nutzers auf in der Microsoft-Cloud gespeicherte Daten zugreifen können. Entwickler könnten die Daten laut EU-Kommission nutzen, um neue Mitglieder für ihre
Karriere-Netzwerke zu gewinnen.
Im Juli hatte Microsoft angekündigt, für rund 26,2 Milliarden Dollar LinkedIn zu übernehmen. Die Zustimmung der EU-Kommission war laut Microsoft die letzte, die noch fehlte. Somit soll der Deal in den nächsten Tagen abgeschlossen werden. (sda/kjo)

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