"EU-Gateway" macht das Schweizer Covid-Zertifikat EU-kompatibel

9. Juli 2021, 14:17
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Die EU und die Schweiz erkennen ihre Covid-Zer­tifikate gegen­seitig an. Die Über­prüfung ge­schieht in einem System, das von T-Systems und SAP ent­wickelt wurde.

Die EU hat das Schweizer Covid-Zertifikat offiziell als gleichwertig anerkannt. Die Schweiz ihrerseits anerkennt die Zertifikate, die durch die EU- und EFTA-Mitgliedstaaten ausgestellt werden. Dies teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit.
Das Schweizer Covid-Zertifikat wurde mit der digitalen Schnittstelle der EU verbunden und ist seit der Nacht auf den 9. Juli im gesamten EU-/EFTA-Raum anwendbar.
Damit die Zertifikate in allen EU-Ländern auf Unverfälschtheit geprüft werden können, hat jeder EU-Mitgliedstaat einen Public Key im sogenannten EU-Gateway hinterlegt.
Die Freischaltung für die Schweiz umfasste laut BAG zum einen, dass die Schweiz ihren Schlüssel im Gateway hinterlegt, und zum anderen einen Zugang für die Schweiz, um die Schlüssel der anderen Länder einsehen zu können.
Das technische Prozedere sei innert weniger Stunden erledigt und bereits im vergangenen Monat auf einer Testumgebung durchlaufen worden.
Das EU-Gateway wurde von T-Systems und SAP entwickelt, heisst es in einer Mitteilung der EU-Kommission. Die Infrastruktur wird demnach in einem Rechenzentrum der Kommission in Luxemburg betrieben. Die Kommission habe zudem Referenzsoftware und Apps für die Ausstellung, Speicherung oder Prüfung von Zertifikaten zur Verfügung gestellt. Diese seien ebenfalls von SAP und T-Systems entwickelt worden.
Das Schweizer Covid-Zertifikat entspreche der technischen Spezifikation der EU. Deshalb lasse es sich nun auch in einer deutschen oder spanischen App anzeigen, geht aus einem FAQ des BAG hervor. Bislang sei das Schweizer Zertifikat beispielsweise in einer österreichischen App als ungültig signiert angezeigt worden, da die zur Validierung benötigten Schlüssel erst nach der gegenseitigen Anerkennung zwischen der EU und der Schweiz ausgetauscht worden seien. 

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