EU gewährt Microsoft Schonfrist

24. Januar 2006 um 15:31
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Die EU-Kommission hat Microsoft bis 15.

Die EU-Kommission hat Microsoft bis 15. Februar 2006 Zeit gegeben, um gegen die Vorwürfe von Kartellrechtsverletzungen in Europa Stellung zu nehmen. Die EU hatte kurz vor Weihnachten Microsoft wissen lassen, das Unternehmen müsse innert fünf Wochen den Auflagen nachkommen. Nun scheint die Europäische Union zwar nicht Nachsicht walten zu lassen, aber immerhin haben die Redmonder jetzt drei Wochen länger Zeit, um sich gegen die Auflagen zu wehren.
Die EU hatte damit gedroht, rückwirkend eine Busse von zwei Millionen Euro pro Tag zu verhängen. Gestern sagte der Microsoft-Sprecher Dirk Delmartino, der Entscheid sei kurz vor den Feiertagen gefällt worden, was Microsoft viel Zeit geraubt habe und, überhaupt, ungerechtfertigt sei. Der Softwarehersteller wird von der EU beschuldigt, gegen europäische Kartellauflagen verstossen zu haben. Microsoft soll laut der EU eine vollständige und genaue Beschreibung der Schnittstellen seines Betriebssystems Windows offen legen, damit auch Konkurrenten kompatible Produkte integrieren können. (mim)

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