EU: Regulierung der Handygesprächspreise nimmt letzte Hürde

8. Juni 2007, 10:19
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Die Europäische Union wird mindestens während der nächsten drei Jahre die Preise für Handygespräche über die Landesgrenzen hinweg regulieren.

Die Europäische Union wird mindestens während der nächsten drei Jahre die Preise für Handygespräche über die Landesgrenzen hinweg regulieren. Der EU-Ministerrat hat einen enstprechenden Vorschlag der EU-Kommission abgesegnet und die Verordnung soll ende Juni in Kraft treten.
Im Rahmen des "Roaming"-Gesetzes legt die EU Obergrenzen für die Preise von Handygesprächen von einem Land der EU in ein anderes fest. Die nun beschlossenen Preisgrenzen liegen aber etwas höher, als beim vor rund zwei Monaten von einem Ausschuss eingereichten Vorschlag von 40 Eurocents pro Minute für Anrufer und 15 Cent pro Minute für Angerufene. Stattdessen dürfen die Gespräche für die Anrufer nun höchstens 49 Cents pro Minute kosten, eingehende Gespräche 24 Cents. Nach zwölf Monaten sollen die Obergrenzen auf 46/22 Cents und nach einem weiteren Jahr auf 43/19 Cents sinken.
Der "Eurotarif" muss den Kunden spätestens drei Monate nach dem Inkrafttreten des Gesetzes angeboten werden, diese können auf Wunsch aber auch bei ihrem alten Tarif bleiben. Die Regelung ist vorerst auf drei Jahre beschränkt. (hjm)

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