EU-Richtlinien gegen Googles Datensammelwut

29. Februar 2012, 10:39
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Per 1. März sollen die neuen Datenschutzrichtlinien von Google in Kraft treten - aber nicht, wenn es nach der EU-Behörde geht.

Per 1. März sollen die neuen Datenschutzrichtlinien von Google in Kraft treten - aber nicht, wenn es nach der EU-Behörde geht.
Die französische Datenschutzkommission (CNIL) hat auf Auftrag der EU-Behörde die neuen Datenschutzrichtlinien von Google überprüft, die per 1. März eingeführt werden sollen. Das Resultat wird den Suchmaschinen-Riesen nicht erfreuen: Die Richtlinien verstossen gegen europäisches Recht. Die Franzosen veröffentlichten auf ihrer Internetseite einen Brief an Google-Chef Larry Page mit der Analyse und Ergebnissen der Untersuchung.
In dem Schreiben fordert die Präsidentin des CNIL, Isabelle Falque-Pierrotin, Google auf, die Einführung der neuen Richtlinien zu verschieben. Die vorläufigen Analysen hätten gezeigt, dass sie die europäischen Anforderungen zum Datenschutz nicht erfüllen. Auch seien die Angaben der Nutzung der Daten zu vage und schwer verständlich.
Googles Plan
Der Suchmaschinen-Riese will die Nutzerdaten seiner über 60 Internetdienste (z.b. Youtube, Picasa, Gmail) zusammenführen schreibt. Somit könne Google beispielsweise helfen, ein Restaurant anhand von Beiträgen von Freunden auf Google + und bisherigen Suchanfragen zu finden. Das heisst, Google will in Profilen Vorlieben und Sucheinträgen des Nutzers gespeichern.
Ob sich die Datenkrake Google von der EU-Behörde davon abhalten lässt, die neuen Datenschutzrichtlinien einzuführen, bleibt dahin gestellt. (lvb)

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