EU sagt "Ja, aber…" zu Intel-/McAfee-Deal

27. Januar 2011, 12:45
  • international
  • intel
  • mcafee
  • übernahme
  • eu
image

Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia: Dies gewährleistet, dass weiter reger Wettbewerb besteht."

Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia: Dies gewährleistet, dass weiter reger Wettbewerb besteht."
Die Europäische Kommission hat die Übernahme des Sicherheitsspezialisten McAfee durch den Chipgiganten Intel genehmigt. Allerdings musste sich der Konzern unter anderem verpflichten, anderen Herstellern von Sicherheitslösungen weiter Zugang zu allen erforderlichen Informationen zu gewähren, damit diese die Funktionalitäten der Intel-Produkte genau so nutzen können, wie die neue Tochter McAfee. Ausserdem habe Intel zugesagt, dass es den Betrieb der Sicherheitslösungen der Mitbewerber auf seinen Prozessoren oder Chipsätzen "nicht aktiv behindern wird", heisst es in einer Mitteilung der Kommission. Intel werde es auch unterlassen, den Betrieb von McAfee-Software auf Computern mit Prozessoren oder Chipsätzen von Intel-Mitbewerbern zu behindern.
EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia zeigt sich zufrieden. "Dies gewährleistet, dass weiter reger Wettbewerb besteht", wird er in der Mitteilung zitiert. Intel lässt sich die Übernahme des nach eigenen Angaben zweitgrössten Sicherheitssoftwareherstellers rund 7,7 Milliarden US-Dollar kosten. (bt)

Loading

Mehr zum Thema

image

In der Schweiz geht IT-Novum in Allgeier auf

Hierzulande verschwinden die Marke und das Firmenkonstrukt des im letzten Jahr von Allgeier gekauften Open-Source-Spezialisten. IT-Novum Deutschland und Österreich sind nicht betroffen.

publiziert am 19.5.2022
image

Microsoft versucht kartell­rechtliche Bedenken zu zerstreuen

Der US-Konzern ist erneut ins Visier der EU-Kartell­behörden geraten. Überarbeitete Lizenz­vereinbarungen sollen die EU und Cloud Service Provider beschwichtigen.

publiziert am 18.5.2022
image

Itanium: HPE ringt Oracle doch noch nieder

Der 2011 begonnene Gerichtsstreit zwischen den beiden IT-Riesen ist wohl endgültig vorbei. Oracle muss 3 Milliarden Dollar blechen. Womöglich das beste Itanium-Geschäft der Geschichte von HPE.

publiziert am 17.5.2022
image

Finnova kauft Fintech Contovista

Viseca verkauft das Vorzeige-Fintech an Finnova. Der Banken­software-Hersteller will mit Contovista sein Data-Analytics-Know-how und -Portfolio stärken.

publiziert am 16.5.2022