EU sagt Ja zu HP-EDS

28. Juli 2008, 09:15
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Übernahme wird nicht vor dem 18. August abgeschlossen.

Übernahme wird nicht vor dem 18. August abgeschlossen.
Die EU-Kommission hat die Übernahme des IT-Dienstleisters EDS durch Hewlett-Packard genehmigt. Wie es in einer Mitteilung vom vergangenen Freitag heisst, ist die Kommission zum Schluss gekommen, dass der Kauf den wirksamen Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben "nicht erheblich beeinträchtigen wird".
Keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken
"Die Kommission hat die Auswirkungen des Übernahmevorhabens auf den Markt für IT-Dienstleistungen im Allgemeinen und den Markt für IT-Management im Besonderen untersucht und dabei für den Weltmarkt wie auch den EWR-Markt eine weitere mögliche Differenzierung nach IT-Outsourcing und Application-Outsourcing vorgenommen", heisst es in der Mitteilung.
Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass der Zusammenschluss keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gibt. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Geschäftsschwerpunkte stünden HP und EDS auf keinem der "potenziell relevanten Märkte" als Hauptkonkurrenten miteinander in Konkurrenz. Ausserdem gebe es im Bereich der IT-Dienste eine Vielzahl global und regional agierender Wettbewerber, die auch nach dem Zusammenschluss genügend Wettbewerbsdruck auf das Unternehmen ausüben könnten. Da HP auch auf dem Markt für Hard- und Software vertreten sei, untersuchte die Kommission ausserdem die Auswirkungen der geplanten Übernahme auf den ebenfalls zum IT-Dienstleistungsbereich zählenden Verkauf von Hardware und Software. Nach Auffassung der Kommission bestehen auch hier keine wettbewerbsrechtlichen Probleme.
EDS-Aktionärsversammlung diese Woche
HP benötigt nun noch die Zustimmung der EDS-Aktionäre, um den im Mai bekannt gegebenen 14 Milliarden Dollar schweren Kauf abzuschliessen. Die EDS-Aktionärsversammlung findet am 31. Juli statt. Wie HP am Freitag mitteilte, wurden fünf Klagen von Aktionärsgruppen eingestellt, nachdem man sich über Dividendenzahlungen einigen konnte. Der Kauf soll demnach nicht vor dem 18. August abgeschlossen werden. (Maurizio Minetti)

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