EU verschärft Gesetze gegen Hacker

5. Juli 2013, 13:27
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Das EU-Parlament hat gestern mit grosser Mehrheit (541 zu 91 Stimmen) neue Richtlinien in Sachen Behandlung von Cyberkriminalität zu Handen der Mitgliedsländer verabschiedet.

Das EU-Parlament hat gestern mit grosser Mehrheit (541 zu 91 Stimmen) neue Richtlinien in Sachen Behandlung von Cyberkriminalität zu Handen der Mitgliedsländer verabschiedet. Werden diese vom EU-Rat verabschiedet, so müssen sie die EU-Länder innert zwei Jahren in ihrer Gesetzgebung umsetzen.
Die Länder müssen einerseits eine "nationale Kontaktstelle" aufbauen, die im Fall von Cyberangriffen auf dringende Anfragen in maximal acht Stunden reagieren kann.
Zum anderen schreibt die EU vor, die Strafandrohungen gegen Cyberkriminelle zu verschärfen. Wer illegal auf Informationssysteme zugreift, um Daten zu stehlen, soll mit mindestens zwei Jahren Haft bestraft werden. Das gleiche gilt für Hacker, die Informationssysteme stören oder die Abhörsysteme nützen. Ebenfalls mindestens zwei Jahre hinter Gitter sollen Hacker, die "absichtlich Tatwerkzeuge herstellen."
Wer Botnetze verwendet, soll mit mindestens drei Jahren, wer kritische Infrastrukturen angreift mit mindestens fünf Jahren bestraft werden. (hc)

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